11.02.2004 · Die europäische Raumfahrtbehörde Esa hat das Mars-Landegerät „Beagle 2“ für verloren erklärt. Jetzt soll eine Untersuchungskommission die Gründe für den Fehlschlag klären.
Das in Großbritannien gebaute Landegerät der europäischen Mission „Mars Express“, „Beagle 2“, hat seit seiner mutmaßlichen Landung auf dem Marsboden am 1. Weihnachtstag nicht das geringste Lebenszeichen von sich gegeben. Der Managementausschuß für „Beagle 2“ in der europäischen Raumfahrtbehörde Esa , der am vergangenen Freitag in London zusammengekommen ist, hat nach einer Beurteilung der Lage das Landegerät für verloren erklärt.
Nach dem Verlust von „Beagle 2“ hat die Esa eine Untersuchungskommission eingesetzt. Sie soll die Gründe für den Fehlschlag ermitteln und Lehren für künftige Missionen ziehen. An der Untersuchung ist auch Großbritannien beteiligt, wo das Landegerät gebaut wurde.
Geplanter Hauptzweck von „Beagle 2“ war die Suche nach Spuren von Leben auf dem Mars. Nach seinem von Fallschirmen abgebremsten Abstieg sollte das Landegerät Bodenproben entnehmen und auf vergangene oder gegenwärtige biologische Aktivität untersuchen. Obwohl dieser Teil nun wegfällt gilt die Mission als Erfolg: Die Muttersonde „Mars Express“ hat von ihrer Umlaufbahn aus gefrorenes Wasser am Südpol des Roten Planeten entdeckt. Wasser gilt als Voraussetzung für Leben.