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Mars Frische Krater

13.12.2006 ·  In der Zeit von 1999 bis 2006 sind auf dem Mars auf einer Fläche von 21,5 Millionen Quadratkilometern zwanzig neue Krater entstanden. Das hat die Nasa mit der Auswertung von Vorher-Nachher-Fotos belegt.

Von Günter Paul
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Auf dem Mars wären Astronauten wegen der dünnen Atmosphäre des Planeten schlechter geschützt als auf der Erde, sie wären aber nicht übermäßig gefährdet. Das belegen Fotos der amerikanischen Raumsonde Mars Global Surveyor, die viele Gebiete, die sie um das Jahr 2000 überflog, ein paar Jahre später noch einmal ablichtete. In der Zeit vom Mai 1999 bis zum März 2006 sind auf einer Fläche von 21,5 Millionen Quadratkilometern zwanzig Krater mit Durchmessern von zwei bis zu 150 Metern durch Einschläge von Meteoriten entstanden. Die meisten von ihnen fallen wie der hier abgebildete allein schon durch das dunkle Auswurfmaterial auf, das beim Einschlag aus dem Marsboden gerissen wurde.

Starke Erosionskräfte auf dem Planeten

Der anhand der Aufnahmen des Global Surveyor ermittelte Wert stimmt weitgehend mit den Erwartungen überein, wie eine Gruppe von Forschern des Unternehmens Malin Space Science Systems, das die Kamera der Sonde gebaut hat, in der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift „Science“ schreibt. Man hatte die Kraterdichte unseres Mondes zugrunde gelegt, danach die heutige Einschlag-Aktivität auf diesem Himmelskörper ermittelt und das Ergebnis auf den Mars extrapoliert. Aus dem Ergebnis folgt auch, daß die „jungen“, nahezu kraterfreien Regionen auf dem Planeten von noch nicht identifizierten Erosionskräften zeugen. In derselben Veröffentlichung haben die Autoren auch von angeblich „frischen“ Wasserspuren auf dem Mars berichtet (siehe F.A.Z. vom 8. Dezember). Sie hatten sie ebenfalls auf den Bildern des Global Surveyor entdeckt.

Quelle: G.P. / F.A.Z., 13.12.2006
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Jahrgang 1946, freier Autor im Ressort „Natur und Wissenschaft“.

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