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Veröffentlicht: 04.10.2005, 16:16 Uhr

Mars Ein Gesteinsbrocken namens „Montagsdemo“

Anläßlich des 3. Oktobers hat die Nasa Gesteinsformationen auf dem Mars mit Namen wie „Montagsdemo“ oder „Maueröffnung“ versehen. Franzosen und Amerikaner waren in Sachen Mars und Nationalfeiertage schon bedient.

© picture-alliance/ dpa/dpaweb So mancher Marsbrocken trägt einen deutschen Namen

Vier Gesteinsbrocken auf dem Mars heißen seit dem 3. Oktober „Nikolaikirche“, „Montagsdemo“, „Maueröffnung“ und „Wiedervereinigung“. Mit diesen Namen für die Steine und Felsbrocken in der Mars-Region Husband Hill, die an die deutsche Einheit erinnern, würdigte die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA den Beitrag der Deutschen zur Mars-Mission.

Das teilte die Johannes Gutenberg-Universität Mainz am Dienstag mit. Zuvor hätten bereits andere Länder zu ihrem Nationalfeiertag landestypische Bezeichnungen auf dem Mars erhalten.

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Franzosen und Amerikaner schon bedient

Die Namen gehen auf Vorschläge eines Wissenschaftler-Teams um Göstar Klingelhöfer vom Institut für Anorganische Chemie und Analytische Chemie der Mainzer Universität zurück. Die Forscher haben ein so genanntes Mössbauer-Spektrometer entwickelt, das bei der NASA-Doppelmission auf dem Mars Vorkommen von eisenhaltigem Gestein untersucht.

Zugefrorener See auf dem Mars entdeckt © picture-alliance/ dpa/dpaweb Vergrößern Die Marsoberfläche

Der Felsen „Montagsdemo“ beispielsweise, mit einem Durchmesser von etwa einem Meter, soll noch in dieser Woche genauer untersucht werden. In der Mars-Region Husband Hill benannte die NASA schon verschiedene Stellen nach Bergsteigerpionieren wie dem legendären Everest-Bezwinger Edmund Hillary. Andere Namen wie „Independence“ und „Constitution“ erinnern an den amerikanischen Unabhängigkeitstag am 4. Juli, „Voltaire“ und „Assemblée“ an den französischen Nationalfeiertag am 14. Juli.

Vorwärts, marsch!

Von Joachim Müller-Jung

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