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Kolonie im Weltraum : So will Elon Musk den Mars besiedeln

  • Aktualisiert am

Mars, der einzige bekannte Planet, der derzeit nur von Robotern bewohnt wird. Bild: dpa

Der Mars soll nach den Plänen des Milliardärs Elon Musk Heimat für eine Million Menschen werden. Das größte Problem dabei will er mit neuer Technik lösen.

          Das private Raumfahrtunternehmen SpaceX hat sich zum Ziel gesetzt, eine Kolonie auf dem Planeten Mars zu gründen und zu besiedeln. Irgendwann werde die Erde möglicherweise nicht mehr bewohnbar sein, dann sollten die Menschen über Alternativen verfügen, sagte SpaceX-Chef Elon Musk am Dienstag auf dem Internationalen Astronauten-Kongress im mexikanischen Guadalajara. „Die Menschheit sollte eine multi-planetare Spezies werden.“

          Zunächst müssten die Kosten für eine Reise zum Mars gesenkt werden, die derzeit noch bei rund zehn Milliarden Dollar pro Passagier lägen, sagte Musk. Dazu will SpaceX sehr große Raumschiffe bauen, die mindestens 100 Menschen und große Mengen Material transportieren können. Zudem sollen die Raumschiffe wiederverwendbar sein und im Orbit beladen und betankt werden können.

          Eine Million Menschen auf dem Mars

          Nach seinen ambitionierten Plänen ist es möglich, die Kosten auf rund 140.000 Dollar pro Person zu drücken, sagte Musk. Der Mars biete sich zur Kolonisierung an, weil es dort Sonnenlicht und eine Atmosphäre gebe. Die Länge eines Tages sei dort vergleichbar mit der Erde und es sei möglich, Pflanzen zu züchten.

          Zunächst will SpaceX ein unbemanntes Raumschiff zum Mars schicken. Ab 2025 sollen dann die ersten Menschen zum Roten Planeten reisen. Rund eine Million Menschen könnten in der absehbaren Zukunft auf dem Mars leben. „Das wird ein großartiges Abenteuer“, sagte Musk. „Das Leben ist mehr, als nur jeden Tag Probleme zu lösen. Man sollte jeden Tag aufwachen und inspiriert sein, Neues zu wagen.“

          Für die Reise zum Mars entwickelt SpaceX das Triebwerk Raptor. Vor wenigen Tagen wurde es erstmals in Betrieb genommen. Es soll drei Meganewton Schub bringen - mehr als dreimal soviel wie das Triebwerk der aktuellen SpaceX-Rakete Falcon 9. Raptor wird mit flüssigem Methan betrieben, das auch auf dem Mars gewonnen werden könnte.

          SpaceX hat jedoch zuletzt eine Reihe von Rückschlägen hinnehmen müssen. Anfang September war eine Rakete des Unternehmens beim Start auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida explodiert und hatte einen Facebook-Satelliten an Bord zerstört. Bereits im vergangenen Jahr hatte SpaceX eine Rakete verloren, die Nachschub zur Internationalen Raumstation (ISS) bringen sollte.

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