http://www.faz.net/-gwz-8kks9

Internationale Raumstation : Neues Andockmodul für Raumschiffe

  • Aktualisiert am

Kate Rubins bei Montagearbeiten an der Raumstation Bild: Nasa

Zwei amerikanische Astronauten montieren ein neues Andockmodul an Raumstation ISS. Dort sollen neue bemannte Raumschiffe festmachen.

          Bei einem Außeneinsatz an der Internationalen Raumstation ISS haben zwei amerikanische Astronauten mit Vorbereitungen für eine neue Andockstation begonnen. Jeff Williams und Kate Rubins schwebten am Freitag durch eine Schleuse ins freie Weltall und begannen mit der Montage des Adapters am Außenposten der Menschheit rund 400 Kilometer über der Erde. Wie die amerikanische Raumfahrtagentur Nasa mitteilte, ist die Andockstation vor allem für bemannte Raumschiffe der privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX und Boeing gedacht.

          Die Vereinigten Staaten  wollen künftig wieder selbst Astronauten ins All befördern. Seit dem Ende des Shuttle-Programms 2011 fliegen amerikanische Astronauten mit russischen Sojus-Kapseln vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan zur ISS.

          Andocken ohne Roboterarme

          Der etwa einen Meter große Adapter wurde im Juli mit einer Trägerrakete und dem Transportmodul „Dragon“ zur ISS gebracht. Das Andockmodul ist so konstruiert, dass die Raumstation künftig vereinfacht von Raumtransportern der Typen CST-100 Starliner von Boeing und Crew Dragon vom Raumfahrtunternehmen SapceX angesteuert werden kann.

          Andockmodul am Kennedy Space Center in Cape Canaveral (Florida)

          Die Transporter der Zukunft sollen automatisch an die ISS andocken können, während die bisherigen Andockmanöver mit Hilfe von Greifarmen erfolgten.

          Eine zweite Station soll bei einem späteren Außeneinsatz montiert werden. Die Nasa bezeichnete die Pläne für zwei neue Andockstellen als „wichtigen Meilenstein für die Bemühungen, bemannte Raumflüge aus den USA wieder aufzunehmen“. Für Kate Rubins war es der erste Außeneinsatz in ihrer Karriere. Williams stieg zum vierten Mal ins freie Weltall aus. Derzeit arbeiten auf der ISS noch ein Japaner und drei Russen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Kauders Niederlage : Lame duck Merkel

          Der überraschende Sieg von Ralph Brinkhaus soll Angela Merkel zeigen: Es geht zu Ende. Weder sie noch Volker Kauder hatten offenbar eine Ahnung davon, wie groß die Unzufriedenheit ist. Ein Kommentar.

          FAZ Plus Artikel: Ralph Brinkhaus : Der Sieger

          Der neue Vorsitzende der Unionsfraktion steht für einen Aufbruch in Zeiten der gefühlten Lähmung – und neues Selbstbewusstsein gegenüber dem Kanzleramt.

          Soziologe Georg Simmel : Die Sonderrolle des Fremden

          Schärft die Mobilität des Einwanderers den Blick auf die eigene Gesellschaft? Was man von Georg Simmel, dem vor hundert Jahren gestorbenen Soziologen des Fremden, über heutige Migration lernen kann.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.