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Hubble-Teleskop Anspruchsvolle Reparatur im All

13.08.2008 ·  Hunderttausend Mal hat das Hubble-Weltraumteleskop die Erde mittlerweile umrundet. Nun wird es ein letztes Mal nachgerüstet. Die sieben Astronauten, die im Oktober mit der Raumfähre Atlantis auf die Reise gehen werden, haben die notwendigen Handgriffe schon eingeübt.

Von Günter Paul
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Die sieben Astronauten, die im Oktober mit der Raumfähre Atlantis zum Hubble-Weltraumteleskop fliegen sollen, um es ein letztes Mal nachzurüsten, zu reparieren und zu warten, haben jetzt die Erprobung der notwendigen Handgriffe im Goddard Space Flight Center der Nasa in Greenbelt (Maryland) abgeschlossen. Bei ihrer Mission werden sie zwei neue Instrumente für das Observatorium mit sich führen – eine Kamera und einen Spektrographen.

Die „Wide Field Camera 3“, die den Spektralbereich vom Infraroten bis zum Ultravioletten abdeckt, ist zehn- bis dreißigmal so empfindlich wie die bisherigen Kameras des Teleskops und kann entsprechend weiter entfernte Galaxien der Beobachtung zugänglich machen. Auch der „Cosmic Origins Spectrograph“ ist wesentlich empfindlicher als seine Vorgänger und insbesondere für Studien im ultravioletten Licht geeignet, das von der Erdatmosphäre absorbiert wird.

Hunderttausend Umrundungen

Zwei weitere Instrumente, die seit einiger Zeit defekt sind, sollen die Astronauten reparieren. Der „Space Telescope Imaging Spectrograph“ benötigt neue Bauteile für die Stromversorgung, die ausgefallen ist. Bei der „Advanced Camera for Surveys“ ist ein Ersatz für die Platinen erforderlich, über die die Detektoren gesteuert wurden.

Schließlich wird es die Aufgabe der Astronauten sein, defekte Batterien und Gyroskope des Teleskops zu ersetzen. Ohne diese Wartung könnte das Hubble-Teleskop nur noch bis etwa 2010 betrieben werden, durch die Arbeiten wird der Betrieb bis 2013 verlängert. Das Observatorium, das sich seit April 1990 im Weltraum befindet, hat am Montag dieser Woche zum hunderttausendsten Mal die Erde umrundet.

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