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Gravitationswellen Rechnen bis die Raumzeit bebt

13.06.2009 ·  Manche Physiker haben zuweilen Gewaltphantasien. Dann bringen sie Schwarze Löcher zur Kollision, jene geheimnisvollen Objekte, aus denen nichts wiederkehrt. Und durch allerhand gestalterischer Begabung enstehen dabei wunderschöne Simulationen.

Von Ulf von Rauchhaupt
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Manche Physiker haben zuweilen Gewaltphantasien. Dann lassen sie auf ihren Computern Sterne explodieren oder extrem dichte Neutronensterne aufeinander fallen.

Oder sie bringen Schwarze Löcher zur Kollision, jene geheimnisvollen Objekte, aus denen nichts wiederkehrt, was einmal hineingefallen ist, nicht einmal Licht. Damit lassen die Forscher es im wahrsten Sinne des Wortes krachen: denn alle diese Prozesse erzeugen Schwingungen - und zwar solche, die Raum und Zeit erzittern lassen.

Lust an der kosmischen Knallerei

Man nennt sie Gravitationswellen. Albert Einstein hatte bereits 1916 festgestellt, dass es sie geben muss und noch immer wird mit riesigen Messgeräten eifrig nach ihnen gefahndet.

Videos: Rechnen bis die Raumzeit bebt

Dazu ist es äußerst hilfreich, wenn man die gewalttätigen Prozesse, die sie mutmaßlich erzeugen, im Detail versteht. Das ist einer der Gründe für die Lust an der kosmischen Knallerei.

Die leistungsfähigsten Computer

Doch erst seit wenigen Jahren ist es den einschlägig interessierten Forschern möglich, ihre Neigung voll auszuleben.

Denn mit den ohnehin schon komplizierten Gleichungen Einsteins solche extremen Prozesse zu berechnen, das erfordert die leistungsfähigsten Computer, jede Menge mathematische Tricks - und allerhand gestalterische Begabung, um die Ergebnisse zu visualisieren.

Die neuesten Simulationen

Hier zeigen wir einige der neusten Computersimulationen, welche die Forschergruppe um Luciano Rezzolla vom Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik in Golm bei Potsdam erstellt hat.

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Jahrgang 1964, verantwortlich für das Ressort „Wissenschaft“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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