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Glosse : Grölende Aliens

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Die 3D-Farbkarte von Vesta verrät die mineralogische Zusammensetzung der Oberfläche. Bild: Nasa, MPI für Sonnensystemforschung

Fließendes Wasser oder gar Leben auf dem Mars? Die Nasa berichtet gerne als erste von derartigen Funden - auch wenn diese sich schnell wieder verflüchtigen. Nun geht es den Asteroiden an den Kragen.

          Die amerikanische Raumfahrtbehörde Nasa hat bekanntlich ein Faible für Aliens. Nicht unbedingt für grölende Riesen, eher für die kleinen, unscheinbaren Mikro- oder Nano-Lebewesen. Versteht ein Wissenschaftler etwa bei der Untersuchung von Marsmeteoriten nicht so ganz, was er sieht, werden fossile Mikroorganismen als mögliche Deutung ins Spiel gebracht - zumindest bis zum Beweis des Gegenteils, also bis eine überzeugende anorganische Erklärung gefunden ist.

          Hinweise auf früheres Wasser mit dem lapidaren Nachsatz, „Wasser sei die Voraussetzung für Leben“, haben sich mittlerweile so vermehrt, dass man sie schon gar nicht mehr hören kann. Oft sind es, was dabei im Allgemeinen verschwiegen wird, nur Hinweise auf Wasser, das aufgrund seiner Mineralien allerdings lebensfeindlich ist.
           

          Was geht auf Vesta vor?

          Jetzt könnte sich das Karussell weiterdrehen. Im Asteroidengürtel, auf dem abschüssigen Wall eines Kraters auf dem Kleinplaneten Vesta, hat die Raumsonde Dawn in „jüngerer“ Zeit entstandene gewundene Gullys entdeckt, die solchen Strukturen in Marskratern gleichen. Seit vor gut zehn Jahren die ersten Marsgullys aufgespürt wurden, verbreitet die Nasa mit wachsender Begeisterung, die beste Erklärung dafür sei, dass dort früher Schmelzwasser die Hänge hinunterfloss. Und Wasser sei sowieso die Voraussetzung für Leben. Stehen wir also gerade vor einer großen Schwelle - der Entdeckung früheren oder gar heutigen Lebens auf Vesta? Die Nasa verhält sich höchst mysteriös, jeder Zusammenhang mit Wasser und folglich auch mit Leben wird zur Seite geschoben. Die Gullys auf dem Kleinplaneten hätten damit nichts zu tun.

          Das ist so inkonsequent, dass die Nasa offenbar etwas verbergen will. Logisch gibt es dafür nur eine einzige Erklärung: Die Forscher haben nicht nur die Gullys, sondern auch Leben auf Vesta entdeckt. Wahrscheinlich sind es grölende Riesen, sonst könnte uns die Raumfahrtbehörde doch reinen Wein einschenken - oder?

          Quelle: F.A.Z.

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