14.02.2012 · Die Nasa steigt aus dem Marsprojekt ExoMars aus und lässt die die Europäer im Regen stehen.
Von Manfred LindingerJedes Mal müssen die Forscher der amerikanischen Weltraumagentur Nasa zittern, wenn ein amerikanischer Präsident den Haushaltsplan für das kommende Jahr verkündet. Denn das bedeutet meist, den Gürtel noch enger zu schnallen, als er ohnehin schon sitzt. Und so war es auch an diesem Montag, als Barack Obama den Haushaltsentwurf für 2013 vorstellte.
Aus für ExoMars
Dass es dieses Mal besonders hart kommen würde, hatte man angesichts der defizitären Wirtschaftslage zwar geahnt, dass die Sparaxt aber so hart zuschlägt, hat dann doch viele überrascht. Denn die Nasa wird ihren Etat für die Planetenforschung um zwanzig Prozent kürzen. Besonders betroffen davon werden zwei geplante Marsmissionen sein, die man gemeinsam mit der europäischen Raumfahrtbehörde Esa in den Jahren 2016 und 2018 unternehmen wollte. Doch nun steigt die Nasa aus dem "prestigeträchtigen" Gemeinschaftsprojekt aus, das einen Orbiter und einen Rover vorsieht, und lässt die Europäer im Regen stehen.
Rettung aus Russland?
Woher man nun die fehlenden 1,1 Milliarden bekommt, die die Nasa zu der fast drei Milliarden teuren Unternehmung beisteuern wollte, ist noch unklar. Rettung könnte von Russland kommen, wo man seit Jahren sprichwörtlich kein Bein auf den Roten Planeten bekommt - wie es zuletzt der Absturz der Marssonde Phobos Grunt schmerzlich zeigte. Die seit dem vergangenen Dezember laufenden Beratungen mit der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos könnten nun einen besondere Wendung bekommen, da die Amerikaner aus dem Boot sind. Allerdings müsste Russland dann mehr beisteuern als nur eine Proton-Rakete, die den Orbiter in vier Jahren zum Mars befördert wird.
Ob man in Moskau dazu finanziell in der Lage sein wird, ist offen. In Zeiten knapper Kassen und Finanzkrisen, weht der Marsforschung in allen Teilen der Welt ein frostiger Wind entgegen. Mit der Entscheidung der Nasa ist wohl endgültig der Traum geplatzt, dass in einigen Jahren tatsächlich Erdbewohner zum Roten Planeten fliegen.
ist halt wichtiger
Frank Geiser (geiser123)
- 15.02.2012, 18:56 Uhr
Probleme auf dem Planeten ERDE erst lösen und dann...
Hasan Eker (eksom)
- 15.02.2012, 15:40 Uhr
Prioritäten setzen und zusammenarbeiten
Herbert Sax (H.Sax)
- 15.02.2012, 13:23 Uhr
Mars macht mobil, bei Arbeit Sport und Spiel...
Uwe Wagner (view)
- 15.02.2012, 09:50 Uhr
Angesichts der utopischen Summen...
Kurt Tergast (Kurgast)
- 14.02.2012, 23:52 Uhr