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Eso-Teleskop Scharfer Blick zu den Sternen

 ·  Mit dem VLT-Survey-Telescope der Eso am Paranal-Observatorium in der Atacamawüste im Norden Chiles sollen in den kommenden Jahren mehrere Himmelsdurchmusterungen vorgenommen werden. Der Schwanennebel M 17 ist eines der ersten fotografierten Objekte.

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Die Sternentstehungsregion im Sternbild Schütze wurde vor mehr als 260 Jahren erstmals von dem Schweizer Astronomen Jean-Philippe de Chéseaux beobachtet und beschrieben: "Das Objekt hat eine völlig andere Form als die anderen Nebel dieser Liste und erscheint wie ein Strahl oder ein Kometenschweif, mit parallel verlaufenden, klar erkennbaren Grenzen, in der Mitte weißer als an den Rändern." Als rund zwanzig Jahre später sein französischer Kollege Charles Messier ebenfalls auf diesen Nebel stieß, nahm dieser ihn als 17. Objekt in seinem berühmten Katalog der Nebel und Sternhaufen auf, wodurch er die Bezeichnung M 17 erhielt.

Beide Astronomen würden sich vermutlich die Augen reiben, wenn sie die neueste Aufnahme von "ihrem" Nebel, dem Omega- oder Schwanen-Nebel M 17, betrachten könnten. Noch nie zuvor war eine professionelle astronomische Kamera in der Lage, ein Himmelsareal dieser Größe auf einmal abzulichten, wie die neue OmegaCAM der Europäischen Südsternwarte Eso. Sie umfasst insgesamt 268 Millionen Pixel, verteilt auf 32 CCD-Chips, die zusammen eine Fläche von rund einem Quadratgrad (das entspricht der vierfachen Vollmondfläche) abbilden können.

Heiße Sterne

Die Kamera wurde von einem Konsortium aus niederländischen, italienischen und deutschen Instituten für das - ebenfalls neue - VLT-Survey-Telescope der Eso am Paranal-Observatorium in der Atacamawüste im Norden Chiles entwickelt und gebaut. Damit sollen in den kommenden Jahren mehrere neue Himmelsdurchmusterungen vorgenommen werden.

Der leuchtende Gasnebel M 17 ist etwa 5000 bis 6000 Lichtjahre von der Erde entfernt; sein zentraler Teil erstreckt sich über einen Durchmesser von rund fünfzehn Lichtjahren und wird von einer Gruppe 35 junger, heißer Sterne zum Leuchten angeregt. Die neue Übersichtsaufnahme (siehe Abbildung) zeigt im rechten Bildteil ausgedehnte Dunkelwolken, die das Licht der dahinter liegenden Sterne teilweise verschlucken. Hier ist die interstellare Materie noch kalt und dicht und hält genügend Rohstoff für mehrere hundert weitere Sterne bereit.

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