09.11.2005 · Schallwellen könnten der Grund dafür sein, daß massereiche Sterne als Supernovae explodieren.
Schallwellen könnten der Grund dafür sein, daß massereiche Sterne als Supernovae explodieren. Das glaubt jetzt eine amerikanische Forschergruppe herausgefunden zu haben.
Die Explosion bahnt sich an, wenn das Fusionsmaterial im Zentrum des Sterns vollständig "verbrannt" ist und der Kern infolge seines Gewichts zusammenbricht. Hat dieser die Dichte eines Neutronensterns erreicht, stemmt er sich dem Prozeß entgegen, und es entsteht eine Stoßfront, die herkömmlichen Vorstellungen zufolge ihre Energie von Neutrinos aus dem Kern bezieht. Die Stoßfront soll den Stern explodieren lassen.
Stoßfront durch Schwallwellenüberlagerung
In Wirklichkeit dürften aber die Neutrinos, die Materie fast ungehindert durchqueren, nicht genügend Energie übertragen. Der neuen, auf Rechnungen beruhenden Theorie zufolge wird der Stern beim Kollaps durch Materie, die unsymmetrisch auf seinen Kern fällt, in Schwingungen versetzt; es entstehen Schallwellen, die zur anderen Seite des Kerns wandern. Bei Überlagerungen bildet sich eine Stoßfront, die in diesem Fall ausreicht, den Stern zu zerstören.