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Astronomie Röntgenstrahlen aus der Jugend des Universums

17.11.2003 ·  Der Quasar GB1508+5714 sendet in einem starken Strahl Röntgenstrahlen aus. Diese Entdeckung des Chandra-Röntgenobservatoriums der amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa läßt einen Blick in die Frühzeit des Universums zu.

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Der Quasar GB1508+5714 sendet einen starken Strahl Röntgenstrahlen aus. Diese Entdeckung des Chandra-Röntgenobservatoriums der amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa läßt einen Blick in die Frühzeit des Universums zu. Das Teleskop sieht mit seinem Blick auf den Quasar 12 Milliarden Jahre in die Vergangenheit.

Der Strahl, den der Quasar ausstößt, reicht mehr als 100.000 Lichtjahre. Und er könnte über die kosmische Mikrowellen-Hintergrundstrahlung 1,4 Milliarden Jahre nach dem Urknall Auskunft geben, hofft Aneta Siemiginowska vom Harvard-Smithsonian Zentrum für Astrophysik. Denn der entfernteste vorher beobachtete Röntgen-Jet ließ Schlüsse auf die Zeit drei Milliarden Jahre nach dem Urknall zu.

Quasare beschießen die Hintergrundstrahlung

Quasare sind Galaxien, in deren Zentrum ein supermassive Schwarzes Loch liegt, das Sterne und Gas einsaugt. Dieser Prozeß ist oft mit der Erzeugung von kräftigen, hochenergetischen Strahlen verbunden. Wenn die Elektronen in dem Strahl den Quasar fast in Lichtgeschwindigkeit hinter sich lassen, bewegen sie sich durch die kosmische Hintergrundstrahlung, die aus der Frühzeit des Universums entstand. Wenn ein Elektron mit einem der Photonen der Hintergrundstrahlung kollidiert, kann es die Energie des Photons auf Röntgen-Niveau erhöhen. Wie hell der Strahl im Röntgenbereich erscheint, hängt also davon ab, wie stark der Elektronenstrahl ist und wie stark die Hintergrundstrahlung.

„Jeder nimmt an, daß die Hintergrundstrahlung sich mit der Zeit vorhersehbar verändert, aber das müssen wir überprüfen“, sagt Siemiginowska, „Wir hoffen auf die Entdeckung weiterer solcher Strahlen, die uns sagen können, wie die kosmische Hintergrundstrahlung mit der Zeit abgenommen hat“. Ihr Kollege Dan Schwartz sagte, daß falls diese Vermutung korrekt sei, die Entdeckung des Strahls belegte, daß solche Phänomene im Röntgenbereich in beliebig langen Entfernungen sichtbar seien.

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