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Astronomie Große Galaxien haben viele alte Sterne

07.09.2005 ·  Die größten und leuchtstärksten Galaxien bestehen fast nur aus sehr alten Sternen, von denen sich viele schon kurz nach dem Urknall gebildet haben. Das ist das überraschende Ergebnis einer neuen Untersuchung.

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Als das Universum noch jung war, sind Sterne vor allem in großen Galaxien entstanden. Viele Jahrmilliarden später kamen dort kaum noch neue Sterne hinzu, statt dessen ging die Produktion auf kleinere Galaxien über.

Das ist das überraschende Bild, das eine neue Analyse von mehr als 4000 elliptischen und linsenförmigen Galaxien in 93 bis zu einer Milliarde Lichtjahre entfernten Sternhaufen geliefert hat. Für die Untersuchung wurden das 3,5-Meter-Teleskop auf dem Kitt Peak in Kalifornien und das Vier-Meter-Blanco-Teleskop auf dem Cerro Tololo in Chile verwendet.

Große Galaxien, alte Sterne

Nach den herkömmlichen Vorstellungen entstehen große elliptische Galaxien aus kleineren Sternsystemen, die sich nach und nach weitere kleinere Galaxien (mit jungen Sternen) einverleiben. Im Mittel sollten die Sterne in den großen elliptischen Galaxien nicht älter sein als jene in den kleinen Galaxien.

Der neuen Studie zufolge bestehen die größten und leuchtstärksten Galaxien aber fast nur aus sehr alten Sternen - was ihre bisher unverstandene rote Farbe erklären würde -, von denen sich viele schon kurz nach dem Urknall gebildet haben. Im Mittel sind die großen elliptischen Galaxien von den Sternpopulationen her doppelt so alt wie die kleinen, die nur ein Zehntel ihrer Masse haben.

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