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Astronomie Gammastrahlen-Explosion: Schockwelle rast durchs All

28.01.2004 ·  Spektakuläre Aufnahmen des Esa-Röntgen-Observatoriums XMM-Newton: Erstmals konnte das Instrument im Röntgenlicht einen massiven Ausbruch von Gammastrahlen im All registrieren.

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Nach einer Explosion von Gammastrahlen, wie sie an den Geburtsorten von Sternen und Planeten geschieht, breitet sich aus Richtung einer fernen Galaxie eine Schockwelle aus Röntgenstrahlen um das Explosionszentrum herum im All aus. Dadurch sind expandierende Ringe entstanden, die auf den Ausgangspunkt der Explosion schließen lassen. Im Wellenbereich des Röntgenlichts hat das erstmals der europäische Forschungssatellit XMM-Newton gemessen, der auf Röntgenstrahlen spezialisiert ist.

Das sogenannte Echo oder der Röntgenstrahlenring bildet sich, wenn Strahlung, die bei einem kraftvollen Gammastrahlenausbruch entsteht, auf eine Staubscheibe in unserer Galaxie trifft und daran gestreut wird -ähnlich wie das Licht eines Leuchtturms an den Wolken. Als Rückschluß aus solchen Ringen können Astronomen die Spur zu weit entfernten Regionen im Weltraum zurückverfolgen, an denen Sterne und Planeten entstehen.

Tausendfache Lichtgeschwindigkeit

Die Wissenschaftler der Universität im britischen Leicester beobachteten einen solchen Gammastrahlenausbruch bereits am 3. Dezember vergangenen Jahres. Er dauerte 30 Sekunden an. Die auf den fraglichen Himmelsort gerichteten Teleskope entdeckten zunächst das Nachglühen des Blitzes sowie zwei sich ausbreitende Ringe. Diese Ringe wurden vom XMM-Newton-Satelliten erstmals gemessen und schienen sich mit tausendfacher Lichtgeschwindigkeit auszubreiten. Simon Vaughan von der Universität Leicester sagte: „Der Staub streut manche der Röntgenstrahlen, wie Nebel das Licht von Scheinwerfern streut.“ Sichtbares Licht, das auf gleiche Weise gestreut wird, wurde bereits zu einem früheren Zeitpunkt beobachtet.

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