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Astronomie Einschlag auf Kometen wird weltweit verfolgt

14.06.2005 ·  Am 4. Juli wird der „Impactor“ der Raumsonde Deep Impact auf den Kopf des Kometen Tempel 1 prallen. Der Aufschlag wird einen Krater erzeugen.

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Wenn der 360 Kilogramm schwere „Impactor“ der amerikanischen Raumsonde Deep Impact am frühen Morgen des 4. Juli auf den Kopf des Kometen Tempel 1 prallt und dabei vermutlich einen Krater von der Größe eines Fußballstadions erzeugt, werden nicht nur die Kameras und Meßgeräte der Raumsonde selbst das Ereignis verfolgen.

Auch die meisten großen Teleskope auf der Erde und etliche Weltraumobservatorien werden in den folgenden Stunden auf den Kometen gerichtet sein. Dazu gehören die beiden 10-Meter-Keck-Teleskope in Hawaii und mindestens sieben 8-Meter-Teleskope (Gemini-Nord und -Süd, Subaru und die vier Instrumente des Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte). In der Erdumlaufbahn werden das Hubble-Weltraumteleskop sowie für Infrarotmessungen das Spitzer- und für Röntgenmessungen das Chandra-Observatorium eingeschaltet sein.

Aufschlüsse über das Kometen-Innere

Von der Beobachtung des Auswurfmaterials versprechen sich die Astronomen Aufschlüsse über das bislang unbekannte Innere von Kometen. Ob das Ereignis so spektakulär sein wird wie der Einschlag der Brocken des Kometen Shoemaker-Levy 9 auf den Jupiter oder eher unscheinbar, ist derzeit völlig offen.

Quelle: G.P. / F.A.Z., 15.06.2005
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