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Astronomie Bewohnbare Zonen in jedem zweiten Planetensystem

14.04.2004 ·  Die Frage, ob wir allein im Weltall sind, ist weiterhin unbeantwortet. Nach neuen Berechnungen von Astronomen der Universität in Wien ist die Wahrscheinlichkeit, daß wir Gesellschaft haben, ein wenig gestiegen.

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Jedes zweite der bisher entdeckten Planetensysteme im Weltall könnte nach Ansicht von Wiener Astronomen Leben beherbergen. In etwa 50 der 100 nachgewiesenen Systeme findet sich den Berechnungen der
„AstroDynamikGruppe“ am Institut für Astronomie der Universität Wien eine bewohnbare Zone. Wäre dort ein erdähnlicher Planet angesiedelt, so könnte sich auf ihm Leben in irgendeiner Form tummeln, stellten die Wissenschaftler fest.

Nach Worten des Astronomen Rudolf Dvorak sind die Planetensysteme alle mit Hilfe indirekter Beobachtungsmethoden entdeckt worden. Zumeist würden dabei regelmäßige Helligkeitsschwankung eines Sterns einen vorbeiziehenden Planeten verraten. Auch ein schwaches Zittern lasse auf einen derartigen Begleiter schließen. Nach derzeitigem Stand der Technik gelinge den Wissenschaftlern allerdings nur der Nachweis von relativ großen Planeten, vergleichbar mit unseren Gasriesen Jupiter
oder Saturn, erläuterte Dvorak. Ob es auch kleinere, der Erde ähnliche Planeten gibt, darüber könnten die Astronomen bisher nur spekulieren.

Bewohnbare Zone läßt sich errechnen

Berechnen läßt sich anhand der von Meßinstrumenten gewonnenen Daten dagegen, ob es eine bewohnbare Zone im jeweiligen System gibt, sagte Dvorak. Sie sei unter anderem durch den Abstand von der jeweiligen Sonne definiert. Schließlich müsse - nach unserem Verständnis von Leben - die Existenz von flüssigem Wasser möglich sein. Auch die Bahnen der großen Planeten spielen eine nicht unerhebliche Rolle. In allzu rauen Welten - etwa mit stark elliptischen Bahnen der Sternbegleiter - würden sich kleine Planeten kaum halten können.

30 der bisher gefundenen Planetensysteme haben die Wiener Forscher bis jetzt detailliert untersucht und für etwa die Hälfte eine bewohnbare Zone errechnet. Die Simulationen werden auch künftigen, verbesserten Beobachtungen den Blick weisen. Die Astronomen hoffen durch den Einsatz neuer Satellitenteleskope im All, in Zukunft auch kleinere Planeten finden zu können.

Quelle: @dho, mit Material von dpa
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