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Astronauten erreichen ISS Festmahl in der Raumstation

 ·  Die Besatzung der Internationalen Raumstation ISS ist wieder komplett. Drei Astronauten aus Russland, Japan und den Vereinigten Staaten wurden mit einem Festmahl empfangen. Nun warten 124 Arbeitstage im All auf sie.

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© REUTERS Am Sonntag war das Raumschiff „Sojus TMA-05M“ vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan gestartet.

Die Besatzung des Raumschiffes „Sojus TMA-05M“ ist mit einem Festmahl in der Internationalen Raumstation ISS empfangen worden. Die Russen Gennadi Padalka und Sergej Rewin sowie der Amerikaner Joseph Acaba begrüßten ihre Kollegen am Dienstagvormittag mit Spezialitäten der russischen, amerikanischen, japanischen und europäischen Küche, wie Moskauer Nachrichtenagenturen berichteten. Dann begann auch für Juri Malentschenko (Russland), Sunita Williams (Vereinigte Staaten) und Akihiko Hoshide (Japan) der Ernst des Lebens mit einer ausführlichen Einweisung in die Sicherheitsvorschriften an Bord.

Das Raumschiff, das am Sonntag vom Kosmodrom Baikonur (Kasachstan) gestartet war, hatte um 6.51 Uhr deutscher Zeit an der Station angekoppelt. Rund drei Sunden später wurden die Luken geöffnet, und als Erster schwebte Hoshide in die Station, gefolgt von Williams und Malentschenko.

Damit ist die 32. ISS-Stammbesatzung wieder komplett. Padalka, Rewin und Acaba hatten seit dem 1. Juli allein Wache auf der Umlaufbahn gehalten. Die Neuankömmlinge haben bei ihrer 124-Tage-Mission ein umfangreiches Arbeitsprogramm zu absolvieren. Im Mittelpunkt stehen über 30 wissenschaftliche Experimente. Die begeisterte Freizeitsportlerin Williams wird sich dabei insbesondere um die biomedizinischen Versuche „Sprint“ und „ICV“ kümmern. Dabei sollen neue Erkenntnisse über die effektivsten Trainingsmethoden an Bord zur Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit der Astronauten und über ihr Herz-Kreislauf-System gewonnen werden. Hoshide untersucht indes die Einwirkungen der Schwerelosigkeit bei Langzeitflügen auf das Knochengerüst kleiner Süßwasserfische.

Bereits ab kommendem Sonntag müssen die Raumfahrer ein einzigartiges Manöver überwachen. Der russische Frachter „Progress M-15M“ wird dazu automatisch von der Station ab- und einige Tage später wieder angedockt. Dabei wird eine neue Antenne für das Rendezvous-System getestet. Am 30. Juli wird der Frachter endgültig abgedockt und gezielt über dem Pazifik zum Absturz gebracht. Zuvor trifft am 27. Juli der japanische Frachter HTV-3 nach sechstägigem Flug an der Station ein und wird per Roboterarm an sie umgesetzt.

Höhepunkt des August-Programms, das mit dem Empfang des nächsten russischen Frachters beginnt, sind zwei Ausstiege in den freien Raum. Am 16. August bringen Malentschenko und sein Landsmann Padalka mehrere Meteoritenschutzschilde an der Station an und versetzen zudem einen Lastenkran. Und am 30. August installieren Williams und Hoshide Kabel für ein neues Mehrzweckmodul, das im kommenden Jahr das russische Segment ergänzen soll. Außerdem müssen sie noch eine Stromverteilerbox an einen neuen Platz bringen.

Trotz der intensiven Arbeit haben sich die Astronauten vorgenommen, die Wettkämpfe bei den Olympischen Spielen in London so weit wie möglich zu verfolgen. Die Olympiasieger Russlands, Japans und der Vereinigten müssten mit Glückwunschmails aus dem All rechnen, kündigte Williams an.

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