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Asteroidenüberwachung UN fordern besseren Schutz vor Meteoriten

Die Vereinten Nationen sowie die europäische und die russische Raumfahrtbehörden fordern eine bessere internationale Zusammenarbeit zum Schutz vor Meteoriten. Ein Einschlag mit globalen Konsequenzen sei in den nächsten 100 Jahren nicht zu erwarten, doch müsse die Bevölkerung besser auf Meteoritenschauer wie jüngst in Russland vorbereitet werden.

© REUTERS Rund 1200 Menschen wurden in Russland durch diesen Meteoriten verletzt.

Angesichts des jüngsten Meteoritenschauers über Russland und den entstandenen Schäden fordern Raumfahrtexperten der Vereinten Nationen eine bessere internationale Zusammenarbeit und ein globales Frühwarnsystem. Man brauche dringend Arbeitsgruppen, die sich ausschließlich mit der Erforschung und der Abwehr von erdnahen Asteroiden beschäftigen sowie ein Netzwerk von Fachleuten, die betroffene Staaten und die Bevölkerung rechtzeitig über die Gefahren und die möglichen Auswirkungen eines drohenden Einschlags informierten, sagten die Wissenschaftler zum Abschluss einer Tagung über Asteroidenüberwachung in Wien. Die Entscheidung zur Abwehr müsse auf politischer Ebene fallen.

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Detaillierte Vorschläge, wie sich die Weltgemeinschaft besser auf drohende Einschläge vorbereiten kann und welche Maßnahmen im Ernstfall zu ergreifen sind, würden derzeit vom UN-Büro für Weltraumfragen (UNOOSA) erarbeitet. Die Empfehlungen, die im nächsten Jahr der UN-Vollversammlung in New York vorgelegt und verabschiedet werden sollen, bezögen sich überwiegend auf Himmelskörper mit einem Durchmesser von mehr als einem Kilometer. Bei dieser Größe müsse man bei einem Einschlag mit globalen Konsequenzen rechnen.0

Esa und Roskosmos stimmen mit ein

Eine akute Bedrohung bestünde die nächsten 100 Jahre jedoch nicht, sagte Lindley Johnson, der das Nasa-Programm zur Beobachtung erdnaher Objekte leitet. Der Einschlag in Russland hätte allerdings trotz aller Vorsichtsmaßnahmen nicht verhindert werden können. Doch man könne die Bevölkerung auf solche Ereignisse besser vorbereiten. Wenn man einen weißen Blitz und einen Kondensstreifen am Himmel sehe, müssten die Menschen lernen, dass sie sich vor der nahenden Druckwelle schützten und etwa nicht am Fenster stünden. Auch die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos und die europäische Raumfahrtagentur Esa fordern inzwischen eine stärkere internationale Zusammenarbeit beim Schutz gegen Meteoriten.

So will die  Esa bereits im Mai in Rom ein Koordinationszentrum
einrichten, dass die Bahnen von erdnahen Asteroiden verfolgen soll.
Zudem will man  ein neues Teleskop entwickeln, das mit einem
großen Blickfeld eine „sehr regelmäßige Überwachung des Himmels“
erlaubt. Langfristig will die Esa insgesamt  sechs solcher  Teleskope installieren, um eine bessere Überwachung des Himmels zu gewährleisten. .

Quelle: F.A.Z.

 
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Veröffentlicht: 21.02.2013, 16:39 Uhr