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Asteroid entdeckt : Ein treuer Begleiter der Erde

  • Aktualisiert am

Die Erde hat seit hundert Jahren einen kleinen Begleiter. Bild: dpa

Seit rund hundert Jahren bewegt sich ein kleiner Gesteinsbrocken auf seiner Bahn um die Sonne. Dabei kreist er auch immer wieder um die Erde. Gefahr droht von dem Asteroiden keine.

          Amerikanische Astronomen haben einen kleinen Asteroiden entdeckt, der die Erde bei ihrem Weg um die Sonne begleitet. Der Himmelskörper, der schätzungsweise einen Durchmesser zwischen  40 und 100 Metern hat, kreist dabei offenbar immer wieder um die Erde. Die Forscher der amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa glauben, dass der Gesteinsbrocken, der die Bezeichnung  2016 HO3 trägt, unseren Heimatplaneten bereits seit 100 Jahren begleitet und die Erde auch noch in mehreren Jahrhunderten umkreisen wird.

          Der Asteroid würde durch die Erdanziehungskraft in seiner Bahn gehalten, erklärte die Nasa. Dabei bewegte er sich von der Erdkugel nie weiter weg als die 100-Fache Entfernung Erde-Mond. Der Erde käme aber auch  nie näher als die 38-Fache Distanz zum Mond.

          Die berechnete Bahn von Asteroid 2016 HO3
          Die berechnete Bahn von Asteroid 2016 HO3 : Bild: Nasa, JPL-Caltech/

          „Man könnte sagen, dass dieser kleine Asteroid und die Erde miteinander tanzen“, sagte Paul Chodas vom Nasa-Beobachtungsprogramm für erdnahe Objekte (Near Earth Objects, NEO).

          Ein harmloser Begleiter

          Entdeckt wurde der Asteroid Ende April mit dem Pan-Starrs 1 Teleskop der Universität Hawaii im Nationalpark Haleakala. Laut Nasa hatte er einen Vorgänger: 2003 YN107 kreiste in einer ähnlichen Bahn um die Erde. Vor etwa zehn Jahren aber verschwand der Brocken in den Tiefen des Alls.

          2016 HO3 scheint dagegen ein treuer Begleiter zu sein - und ein harmloser  noch dazu, wie Lindley Johnson vom Nasa-Büro für planetare Verteidigung (Planetary Defense Coordination Office) sagt: „Für die nächsten 200 Jahre sehen wir keine Gefahr, dass 2016 HO3 mit der Erde kollidieren  könnte. Weiter in die Zukunft können wir leider nicht sehen.“

          Quelle: F.A.Z.net, dpa, mli

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