Die ersten Störche sind wieder in Hessen angekommen. Vereinzelt seien die Zugvögel in der Wetterau und in Südhessen bereits gesichtet worden, sagte Martin Hormann von der Staatlichen Vogelschutzwarte in Frankfurt. „Aber ein Storch macht noch keinen Sommer, und es ist eigentlich noch ein bisschen früh.“
Die Störche, die in Spanien überwintert hätten, würden erst ab Ende Februar erwartet. Die Vögel aus Westafrika kämen Mitte März zurück. In Hessen werden nach Einschätzung des Experten dann etwa 230 Brutpaare sowie deren Nachwuchs leben.
Fressen auf Mülldeponien
Immer mehr Störche würden nicht in Afrika, sondern in Spanien den Winter verbringen, erklärte Hormann. „Da finden sie zum Beispiel auf den Mülldeponien viel zum Fressen.“ In Deutschland würde kein gescheiter Storch überwintern, sagte Experte der Staatlichen Vogelschutzwarte. „Das ist für sie viel zu riskant.“
Hubertus Krahner vom Verein Storchengemeinschaft Wiesbaden-Schierstein hat jedoch andere Erfahrungen gemacht: „Es sind immer Störche da“, sagte er. In den letzten Jahren hätten stets etwa 20 dieser Zugvögel im Schiersteiner Raum überwintert. Sie würden sich Fressen in den Mülldeponien suchen oder Fische fangen.