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Freitag, 17. Februar 2012
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Studie Kapuzineräffchen haben Gerechtigkeitssinn

17.09.2003 ·  Die unterschiedliche Portion auf dem fremden und dem eigenen Teller können schon Kapuzineraffen erkennen. Wissenschaftler interpretieren das Verhalten der Primaten als Gerechtigkeitssinn.

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Kapuzineräffchen haben Gerechtigkeitssinn. Die Tiere zeigen deutliche Zeichen von Ärger über Ungerechtigkeiten, wie Verhaltensforscher in einer in der Fachzeitschrift „Nature“ veröffentlichten Studie feststellten. Wenn ein Äffchen im Gegenzug für einen Plastik-Chip eine Gurkenscheibe bekommt, sein Artgenosse aber eine viel wohlschmeckendere Traube, zeigt der Benachteiligte demnach sofort sein Mißfallen.

Für die zweijährige Untersuchung hatten die Wissenschaftler Sarah Brosnan und Frans de Waal vom nationalen Primatenzentrum in Atlanta im amerikanischen Bundesstaat Georgia zehn Kapuzineräffchen dazu trainiert, mit Plastik-Chips für ihre Nahrung zu bezahlen. Beobachtete eines der Äffchen, daß es für sein „Geld“ nur eine gewöhnliche Gurkenscheibe bekam, sein Käfignachbar aber eine leckere Traube, zeigte es sofort seine Wut. Einige der Tiere weigerten sich, zu bezahlen. Andere zahlten zwar, wiesen ihre Gurkenscheibe dann aber demonstrativ zurück.

Mit ihrem Verhalten zeigten die Äffchen nach Ansicht der Wissenschaftler einen Gerechtigkeitssinn, der bislang allein dem Menschen zugesprochen wurde. Sie hätten offenbar ein Gefühl dafür, welche Belohnung für ihre Bemühungen angemessen sei und ob andere ihre Belohnung mit geringerem Einsatz verdienten.

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