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Raumfahrt Nasa-Experte von Puttkamer gestorben

 ·  Jesco von Puttkamer war eines der bekanntesten Gesichter der Nasa. Selbst im Abspann des „Star Trek“-Films taucht er auf - als Berater. Er starb am Donnerstag im Alter von 79 Jahren.

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Hugh Greene

Ein unglaublicher Verlust - dazu auch noch so ein Nachruf eines solchen Berufspolitikers

Seine wissenschaftliche wie menschliche Argumentationskraft durfte ich noch erleben, als ich ihn zu einer Porträt-Sendung holte. Es mag allzu simpel klingen, aber hier ist es angebracht: Die Besten sterben oft zu früh.
In meine Trauer über den Tod Puttkamers mischt sich beim Lesen des Artikels auch noch Ärger, weil ausgerechnet ein Politiker den Nachruf spricht, der wie kaum ein anderer für den Niedergang der politischen Klasse in Deutschland steht: Peter Hintze, der schon als CDU-Generalsekretär eine der größten Fehlentscheidungen Helmut Kohls war. Mit Hintze begannen die angegrünten Kreise ihren langen Marsch zur Umwidmung der einstmals stolzen CDU: Gröhe, Röttgen, Pofalla, Altmeier, Laschet - allesamt Teile der Hintze-Seilschaft, die rund um Angela Merkel für eine Politik stehen, die mit 20 Jahren Verzögerung Rotgrün nachäffen.
Daß ein Fortschrittsfeind wie Hintze jetzt den Raumfahrtexperten geben darf, ist an Absurdität kaum zu übertreffen.

Doch: Jesco von Puttkamer R.I.P.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.12.2012 19:10 Uhr
Matthias Große
Matthias Große (Merwig) - 29.12.2012 19:10 Uhr

Herr Greene, vielen Dank für Ihren Kommentar, ...

ich stimme Ihnen in jeden Detail zu!

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Matthias Große
Matthias Große (Merwig) - 28.12.2012 20:11 Uhr

Ich erinnere mich besonders daran, dass Herr von Puttkamer sehr zugänglich war.

So hat er mir als sechszehnjähriger Schüler im Jahre 1981 sogar auf meinen kleinen ausgearbeiteten Vorschlag, einen Shuttle-Feststoffbooster als Erststufe mit der S-IVB-Oberstufe (der Saturn-IB) zu kombinieren, sogar einen freundlichen Antwortbrief aus den USA nach Thüringen geschickt! Ein Konzept wie es dann Jahrzehnte später als Trägerraketensystemkonzept Ares-I untersuchte wurde. Mir bleibt auch seine offen und aufgeschlossene Art in der Erinnerung, als ich die Gelegenheit hatte, ihn vor ein paar Jahren auf der ILA in Berlin sprechen konnte. Schade, dass er so überraschend gehen musste.

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Bernhard Mackowiak

Nasa-Experte von Puttkamer gestorben

Jesco von Puttkamer war für mich ein hervorragender Interviewpartner, großer Visionär und darüberhinaus guter Bekannter. Er hat die großen Ziele der bemannten Raumfahrt, wie eine ständige Mondbasis und den Flug zum Mars, nie aus den Augen verloren, selbst in einer Zeit als viele Wissenschaftler, Politiker und auch Journalisten den "Rücksturz zur Erde" (Spruch aus der Star Treck-Adaptionsserie "Raumschiff ORION") angetreten hatten. Mit ihm ist nach Neil Armstrong wieder ein Stück der Apollo-Projekt-Ära dahingegangen, die wie er mir einmal sagte: "vorweggenommenes 21. Jahrhundert" war.

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Hans-Jürgen  Steffens

Brückenbauer

Jesco von Puttkamer kann man als Brückenbauer im doppelten Wortsinne ansehen.

Vordergründung half er die Brücke in den Weltraum zu errichten. Darüber hinaus gehörte er zu den Ingenieuren, die ihrer Tätigkeit eine philosophische Dimension geben können und damit der Philosophie zu einer "Bodenhaftung" verhelfen, die ihr nur allzu häufig abhanden kommt: "Smart Philosophy" als Ergebnis einer "Hard Technology". Eine Brücke zwischen den Ingenieur- und den Geisteswissenschaften.

"Sind die Aktien in den Keller gerauscht?" fragte mich mene Frau als sie mich aufstöhnen hörte. "Nein, Jesco von Puttkamer ist gestorben" musste ich ihr zur Antwort geben. (Bei den Aktien hätte ich nicht so gestöhnt. ;-)

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