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3-D-Display : Dies ist kein Hologramm

Die dreidimensional projizierte Prinzessin aus „Star Wars“ (1977) setzte den Standard, den die 3D-Technik erst noch erreichen muss. Bild: Foto Archiv

Spätestens seit „Star Wars“ träumen wir von 3-D-Bildern, um die man herumlaufen kann. Jetzt gibt es vielleicht die Technik dafür.

          Am 5. März 1977 nahm der Komponist John Williams mit dem London Symphony Orchestra die ersten Takes der Filmmusik zu „Star Wars“ auf, zuletzt eine Passage mit dem Titel „The Hologram“. Im Film erklingt sie zum ersten Mal an der Stelle, an welcher der mülltonnenförmige Roboter R2D2 plötzlich ein komplett dreidimensionales Bewegtbild der schönen Prinzessin Leia in die Luft projiziert.

          Ulf von Rauchhaupt

          verantwortlich für das Ressort „Wissenschaft“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Vier Jahrzehnte später ist auch das immer noch Science-Fiction. Nun aber berichten in der Zeitschrift „Nature“ Ingenieure um David Smalley von der Brigham Young University in Utah, wie es ihnen gelang, tatsächlich dreidimensionale Farbbilder zu erzeugen, darunter ein zwar nur fünf Zentimeter großes, aber extrem hoch aufgelöstes Bild der Erde. Auch bewegte Animationen haben Smalley und Kollegen erzeugt (siehe Video weiter unten in diesem Artikel). „Das war unser Ziel“, sagt er. „Wir wollten einen Prinzessin-Leia-Projektor realisieren.“

          Volumetrie statt Holographie

          Mit Hologrammen geht das nicht. Zwar erzeugt Holographie ebenfalls dreidimensionale Abbildungen – und bereits 1971 wurde ihr Erfinder dafür mit dem Nobelpreis geehrt. Doch ein Hologramm speichert seine Bildinformation in einer zweidimensionalen Struktur. Nur dass diese das Licht auf eine Weise zum Auge schickt, die unser Gehirn glauben macht, es käme von einem dreidimensionalen Gegenstand. Daher sind Hologramme nur unter bestimmten Blickwinkeln sichtbar, nie von allen Seiten.

          Verfahren, die das Licht tatsächlich einem dreidimensionalen Raumbereich entspringen lassen, heißen volumetrisch. Die einfachste Form der Volumetrie projiziert geeignet gewählte Umrisse des darzustellenden Objekts auf einen zweidimensionalen transparenten Schirm, der rasch genug rotiert oder sich durch den Raum bewegt, damit sich die Umrisslinien für das Auge zur dreidimensionalen Fläche ergänzen. Bevor es Laser und Computersteuerungen gab, konnte man so nur einfachste geometrische Körper darstellen. Heute aber lassen sich Strahlen ebenso schnell wie exakt steuern und so ihre Fokuspunkte durch den Raum bewegen. Findet das in einem Medium statt, das an solchen Punkten aufleuchtet, kann man damit dreidimensionale Strukturen nachzeichnen.  

          Nebel-Illusionen und Plasmapunkte

          Als Medium dient zum Beispiel Nebel, Caesiumdampf oder auch nur Luft, was jedes Mal andere Beschränkungen mit sich bringt. Nebel erlaubt nur recht grobe Bilder, und damit operierende Systeme, wie sie etwa bei Bühnenshows zum Einsatz kommen, sind nicht wirklich volumetrisch, da sie den 3-D-Effekt mittels zweidimensionaler Projektionen nur vortäuschen. Caesiumdampf hingegen muss in einer Glaskugel eingeschlossen bleiben, und in bloßer Luft lässt sich ein Bildpunkt per Laser nur als kleine Plasmaentladung erzeugen, also als etwas Ähnliches wie ein Blitz. Eine japanische Firma bietet ein solches System an, das allerdings weniger Bilder als Anordnungen bläulich glimmender Punkte in die Luft malt.

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