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Rainer Weiss ist ein klassischer Experimentalphysiker: Am liebsten schraubt er mit eigenen Händen an Geräten, die etwas messen. Gravitationswellen zum Beispiel.

Nachlese Physik-Nobelpreis : Löten für Einstein

Elektronik rettete ihm das Studium. Und eine zunächst durchaus lästige Lehrverpflichtung brachte ihn auf die Idee, für die er jetzt den Nobelpreis erhält. Eine Begegnung mit Rainer Weiss.

Physik-Nobelpreis 2017 : Die Jagd nach Einsteins Gravitationswellen

Den Nobelpreis für Physik teilen sich in diesem Jahr die drei amerikanischen Forscher Rainer Weiss, Barry Barish und Kip Thorne. Sie haben die Grundlagen für den ersten direkten Nachweis von Gravitationswellen geschaffen und ein neues Fenster ins Universum geöffnet.

Laptop-Revolution : Der Code des „Clásico“

Fußball ist unberechenbar. Ein Team hat dreimal so viele Chancen wie das andere – und verliert doch. Jetzt wollen Informatiker den Zufall austreiben. Wird Fußball zum Rasenschach? Eine große Analyse zum „Clásico“ – Dortmund gegen Bayern.

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  • Die Ausrichtung der Spins bestimmter Teilchen zeigt, dass Quark-Gluon-Plasmen als Flüssigkeiten mit extremen Wirbeln verstanden werden können.

    Quark-Gluon-Plasma : Erstaunliche Wirbel

    Extreme Strudel kennen wir von Stürmen auf dem Planeten Jupiter und als Wirbel in supraflüssigem Helium. Noch stärkere Verwirbelungen gab es aber offenbar kurz nach dem Urknall.
  • Ein großer technischer Aufwand ist erforderlich, will man 
Antiwasserstoffatome genauer untersuchen.

    Atomphysik : Antimaterie auf dem Prüfstand

    Antiwasserstoff ist ein fragiler Stoff, der sich nur schwer zähmen lässt. Jetzt ist es Physikern des Forschungszentrums Cern gelungen, einige Antiatome genauer unter die spektroskopische Lupe zu nehmen – und alles scheint sehr vertraut.
  • Ein undatiertes und vom Computer generiertes Handout zeigt, den typischen Kollisionsverlauf in einem elektromagnetischen Kalorimeter.

    Elementarteilchen : Higgs-Boson zerfällt auch in zwei Quarks

    Higgs-Boson-Teilchen: Es ist elektrisch neutral, hat Spin 0 und zerfällt nach sehr kurzer Zeit – und das offenbar auch in zwei Quarks. Das haben nun Physiker der internationalen Atlas-Kollaboration des Cern nachgewiesen.
  • Ohne den quantenmechanischen Tunneleffekt gäbe es keinen radioaktiven Alpha-Zerfall von Atomkernen.

    Zeitmessung : Endlicher Aufenthalt im Quantentunnel

    Gemäß der Quantenmechanik können mikroskopische Teilchen eigentlich unüberwindbare Energiebarrieren durchtunneln. Ob sie dafür Zeit brauchen oder nicht, wurde nun neu vermessen.
  • Robotik : Die Transformer formieren sich

    Forschern ist es gelungen, einen Origami-Roboter ohne Batterien oder Kabel zu entwickeln, der sich selbst aus der Ebene in dreidimensionale Formen falten kann.
  • Noch immer verdoppelt sich pro Jahr die Zahl der Transistoren auf einem Computerchip. Wann ist die Grenze erreicht?

    Computerchip 4.0 : Die Elektronik erobert die dritte Dimension

    Bei fünf Nanometern liegt die Miniatursierungs-Grenze der Siliziumtechnologie. Der Ausweg könnte die gestapelte Computerarchitektur sein. MIT-Forscher haben einen kompakten 3D-Computerchip entwickelt, der zukunftsweisend sein könnte.