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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Teilchenzerfall Die Asymmetrie der Zeit

 ·  Was man bei einer Kaffeetasse, die zu Boden fällt, sofort sieht, ist auch in der Welt subatomarer Teilchen erfüllt: Die Uhren laufen stets vorwärts.

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Holger Boß

Mesonensuchen mit dem Lichtmikroskop

Everetts Thema kenne ich nicht zuerst von Karl S. Guthke, Der Mythos der Neuzeit. Guthke greift darin das Thema der "Mehrheit der Welten" aus der Literaturgeschichte auf. Die Psychologie kennt auch vieles davon und spricht von Multiplen Persönlichkeiten. Es gab mal Diskurstheorie, die sollte alles vermitteln.

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Herold Binsack
Herold Binsack (Devin08) - 13.12.2012 19:53 Uhr

Das Licht, die Perspektive und die Zeit

Ich habe Brian Greenes neueste Erkenntnis bzgl. eines zweidimensionalen Kosmos‘ nicht verfolgt (Das elegante Universum und Der Stoff aus dem der Kosmos ist, habe ich gelesen), doch mit der Beschreibung eines solchen als Hologramm (die Idee ist ja nicht wirklich neu), macht das einen Sinn. In die sog. 3. Dimension, welche ja den Raum erst begründet, wäre ehe die „Perspektive“ inbegriffen. Die Theorie vom Hologramm würde nichts Weiteres sagen, als dass die ganze Räum-Zeit überhaupt der Perspektive geschuldet ist. Die Perspektive sog. intelligenter Wesen machte somit den Kosmos erst räumlich, also 3-Dimensional. Eine solche Theorie würde auch die Objekt-Subjekt-Dichotomie auflösen helfen. Hingegen wären die rein physikalisch evidenten Dimensionen aufeinander bezogene (bi-polare) Energiefelder. Erst das Licht, das sich in biologischen Organismen bricht, schafft die Illusion einer 3. Dimension, konstruiert eine räumliche Welt und mit dieser - die Zeit.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.12.2012 21:25 Uhr
Dr. Wolfgang Klein

@Herold Binsack - Das elegante Universum Addendum

Alle diese Theorien sind bis auf Weiteres Spekulationen. Es gibt keine einzige Vorhersage, die experimentell bestaetigt ist. Die Theorien sind auch nicht mathematisch streng hergeleitet. Sie sind Ergebnis einer Spielerei mit richtiger Mathematik und kreativen Faustregeln wie dem Korrespondenzprinzip. Nicht alles was mathematisch formulierbar ist, ist in der Realitaet auch zutreffend.

Ich finde es einfach unserioes, wenn sich einer im Fernsehen hinstellt, der es besser wissen muesste, und so tut, als waere das alles felsenfest bewiesen und man muesste nur noch darauf warten bis die Technik so weit ist, es nachzuweisen. Wahrscheinlich verdient er damit gut Geld. Es gab schon viele physikalische bzw. kosmologische Theorien, die sich im Nachhinein als falsch herausgestellt haben, beispielsweise die Steady State Theorie.

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Dr. Wolfgang Klein

@Herold Binsack - Das elegante Universum ...

... habe ich vor Jahren auch gelesen. Ich habe in meinem Buecherschrank auch ein paar wissenschaftliche Werke zum Thema Superstringtheorie (Kaku, Polchinski), die ich zugegebenerweise nur stichprobenhaft gelesen habe. Ich meine, Brian Greene hat sicherlich seinen Dr. in dem Fachgebiet verdient, aber bei seinen populaerwissenschaftlichen Publikationen vermisse ich echt die Verbindung zwischen seinem Geschreibsel und dem was in einem richtigen Physikbuch steht. (Das gilt uebrigens fuer die meisten populaerwissenschaftlichen Darstellungen.)

Ganz allergisch reagiere ich aber dann, wenn er mit der gleichen Selbstverstaendlichkeit Dinge behauptet, die den Aussagen der vorher von ihm vertretenen Theorie diametral entgegengesetzt sind, ohne seine vorherigen Erguesse zurueckzunehmen (Kaku uebrigens genauso). Oder wenn er Theorien wie die von den inflationaeren Blasen in den gleichen Kontext stellt obwohl die damit Null zu tun haben. Und dann wird so getan als seien diese Hypothesen Fakt.

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Christian Duerig
Christian Duerig (crigs) - 13.12.2012 09:58 Uhr

@ Dr. Wolfgang Klein

Wenn Sie, Herr Dr. Wolfgang Klein, versuchen die QM, zu verstehen, dann sind Sie vermutlich der Einzige. Wir wissen, dass sie nicht zu verstehen ist, sondern wir können sie nur beobachten und anschliessend beschreiben mit den Hilfsmitteln, die uns zur Verfügung stehen stehen. Weshalb verheimlichen Sie das viel grössere Problem der Renormalisierung ? Brian Green zeigt aktuell auf, wie Multiversen nachgewiesen könnten. Wir müssen dazu nur die Hintergrundstrahlung genauer analysieren und die entsprechenden Muster aufsuchen. SUSY ist noch nicht tot und das Higgs Boson noch nicht bestätigt.
Herr Dr. Klein, bemühen Sie sich das Free Will Theorem von John Horton Conway und Simon Kochen zu verstehen. Es ist der Wellenkollaps, der genügend Freiraum schafft, um das sonderbare Verhalten von Quanten zu deuten, um "Zufall" zu umschreiben. Das ist keine Inkonsitenz.
QM ist verwirrend, und wir müssen uns bemühen, uns neu zu verdrahten. Das klassische Denken hat ausgedient. Bell'sche Ungleichung !

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Antworten (7) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.12.2012 14:21 Uhr
Dr. Wolfgang Klein

@Christian Duerig

Ich arbeite eigentlich seit 25 Jahren nicht mehr wissenschaftlich, habe aber vor, mein Studium wiederaufzunehmen, wenn ich in den naechsten Jahren langsam in Rente gehe.

Superstringtheorie steht sowieso auf meiner Tagesordnung, aber dafuer brauche ich richtig Zeit. Die Lektuere duerfte mir nicht so schwer fallen, weil der mathematische Apparat, der dort verwendet wird, ohnehin mein Studienschwerpunkt war. Es gibt auch noch Alternativtheorien wie die Schleifenquantengravitation. Was mich an all diesen Theorien stoert ist, dass die Anzahl der a priori Annahmen sehr gross ist. Ich habe einiges an Literatur ueber Symmetrien in der Physik, aber nichts von Conway. Die Liste seiner Publikationen laut Wikipedia ist ziemlich kurz, verglichen beispielsweise mit Michael Atiyah (auch ein Fields-Preisträger (K-Theorie), wie Witten).

In meinen QM-Vorlesungen haben sie uns auch die zu Kopenhagen alternativen Interpretationen der QM vorenthalten. Da ist auch viel Politik und Eitelkeit im Spiel.

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Christian Duerig
Christian Duerig (crigs) - 14.12.2012 13:40 Uhr

VIELEN DANK

Ich werde mich bemühen Everett zu folgen.
Ihnen wünsche ich viel Freude beim Nachvollziehen der Gedanken von Edward Witten. Sie können mir gelegentlich davon erzählen. Crigs
Nachtrag: Ich werde meine Kopenhagener Deutung überprüfen. Physik war ein Nebenfachstudium. Kennen Sie das Buch von John Conway "The Symmetries of Things" ?

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Dr. Wolfgang Klein

@Christian Duerig - In der Tat ...

Mathematik (Schwerpunkte Algebraische Topologie, K-Theorie, Ext-Homologie, Strong Shape, Funktionalanalysis, C*-/Operatoralgebren, Topologische/Lie-Gruppen) und theoretische Physik (Promotionspruefung 1988 ueber Symmetrien).

Mich wundert, dass Sie den Wellenkollaps als gegebenes Faktum ansehen. Ich kann nur empfehlen in Everetts Arbeit reinzulesen (David Deutsch ist stark durch Everett beeinflusst). Wenn Ihnen das zu viel ist, durchstoebern Sie doch mal ein wenig die Wikipedia.

Emmy Noether ist doch nicht ganz so wild. Die Arbeit ist nur 14 Seiten stark und betrachtet nur Erhaltungssaetze der klassischen Physik. Die Quantentheorien (QM, QFT, SUSY, Superstring) entstehen aber immer aus klassischen Theorien durch Anwendung des Korrespondenzprinzips (das seinerseits nur eine Daumenregel ist). Superstring entsteht per zusaetzlichem Ersetzen von Punkten durch n-Branes. Alles sehr unmathematisch. Das Geometriekonzept von Felix Klein ist auch sehr interessant (vgl. Erlanger Programm).

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Christian Duerig
Christian Duerig (crigs) - 13.12.2012 13:38 Uhr

Welle / Partikel

Das Ausbreiten der Wellenfunktion ist der deterministische Teil. Der Messvorgang widerspiegelt den Wellenkollaps und ist das Beobachten eines Partikels. Daran hat sich seit Niels Bohr nichts geändert. Haben Sie Mathe und Physik studiert ? Sie scheinen mit Conway wenig anfangen zu können. Heh ! Er ist vielleicht der genialste Mathematiker der Gegenwart. Edward Witten kann ich bis heute noch nicht nachvollziehen. Meine Physik war ein Nebenfachstudium. Bereits Emmy Noether fordert mich aufs Höchste. Crigs

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Christian Duerig
Christian Duerig (crigs) - 13.12.2012 13:26 Uhr

RENORMIERUNG

Sorry für diesen Lappsus. Es muss heissen: Renormierung.
Kurz zuvor war ich in einem Unterrichtsblog und beteiligte mich an Sozialisierung, Normalisierung uam. Ich hasse alle diese Ung-Wärter. In der Mathe brauchen wir deshalb die Verben wie: normieren, standardisieren, operieren uam.

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Dr. Wolfgang Klein

@Christian Duerig - "Renormalisierung"?

Sie meinen wohl Renormierung?

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Dr. Wolfgang Klein

@Christian Duerig - FWT und anderes

Zum FWT hatten wir uns bei einer anderen Diskussion schon mal ausgetauscht. Ich habe mir damals auch die Publikation von Conway und Cochen besorgt, kann aber dort ehrlich gesagt keine falsifizierbare Folgerungen erkennen. Insofern ist das eine nette Denkuebung, aber praktisch kaum verwendbar.

Das Thema "Kollaps" ist eine veraltete Vorstellung von John von Neumann und Niels Bohr, die einfach auf dem Fehler basiert, dass man das Quantensystem als Quantensystem und die Messaparatur als klassisch annimmt. Das ist eine vereinfachende Annahme zur Modellbildung hat aber mit der Realitaet nichts zu tun. Ich hatte dazu schon die Einleitung zu Dissertation von Hugh Everett III empfohlen, die die methodischen Defizite der Kopenhagener Deutung aufzeigt.

Was Sie als "neues Denken" bezeichnen ist ja gerade das überholte Bohrsche Denken.

Brian Greene ist ein Schwaetzer. Wer meint anhand seiner Fernsehsendungen irgendwas verstanden zu haben hat entweder genau das Gegenteil oder luegt.

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Mark Möschl
Mark Möschl (Cimpoler) - 11.12.2012 19:30 Uhr

Selbstwidersprüchlich

"Der Fluss der Zeit ist unumkehrbar, ...So ereignen sich bestimmte Teilchenzerfälle häufiger in der einen Zeitrichtung als in der anderen"

Fällt nix auf ?

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Antworten (10) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.12.2012 12:59 Uhr
Holger Boß

Mesonensuchen mit dem Lichtmikroskop

Everetts Thema kenne ich nicht zuerst von Karl S. Guthke, Der Mythos der Neuzeit. Guthke greift darin das Thema der "Mehrheit der Welten" aus der Literaturgeschichte auf. Die Psychologie kennt auch vieles davon und spricht von Multiplen Persönlichkeiten. Es gab mal Diskurstheorie, die sollte alles vermitteln.

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Holger Boß

Die bleierne Zeit der Elementarteilchen

Da Elementarteilchen nicht bis in alle Ewigkeit zerfallen, zerfallen, zerfallen, sind dem Zerfall Grenzen gesetzt. Zeit ist Raum. Auf der nicht weiter zerlegbaren Elementarebene passiert aber trotzdem etwas (Substantivierung) mit den elementarsten Teilchen, wenn sie im Beschleuniger kollidieren. Dabei fiel den Wlern (Abk.: Wissenschaftlern) auf, dass Elementarteilchen bevorzugt eine bestimmte Eigenart erhalten, die häufiger ereignet als andere Elementarteilchenzustände. Es ist sozusagen das Blei unter den Elementarteilchen. Der Mesonendzustand und neues Gedankenplateau, auf das man mit bissigen Fußnoten treten kann. - Make Pantoffel not Stiefel.

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Dr. Wolfgang Klein

@Christian Duerig - Wellenkollaps

Die Idee des Kollabierens der Wellenfunktion ist eine der unausgegorensten Interpretationen der ganzen Quantenmechanik. Mit einem solch inkonsistenten Kram irgendwas erklaeren zu wollen, fuehrt hoechstens zu weiterer Verwirrung.

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Dr. Wolfgang Klein

@Christian Duerig - Stringtheorie

Habe ich das falsch in Erinnerung oder gab es kuerzlich eine CERN-Veroeffentlichung nach der man mit dem LHC Teilchenzerfaelle registriert haben will, die nicht recht mit der Supersymmetrie vereinbar sind. Die SuSy ist aber eines der Fundamente der Stringtheorie. Die wankt damit noch nicht richtig, aber eine gewisse Erschuetterung ist wahrnehmbar.

Im Uebrigen turnt der Ober-PR-Guru der Superstringtheorie, Brian Greene, neuerdings in Discovery Channel Filmchen (die mit den bunten Computergrafiken) im Fernsehen rum und verkuendet, die neueste Erkenntnis sei, dass die Welt ein zweidimensionales Hologramm ist.

Das ist jetzt anscheinend das neueste QM-Paradoxon: Die Welt ist 11-dimensional (Superstring) und gleichzeitig 2-dimensional. Ein scheinbar 11-dimensionales Hologramm einer 2-dimensionalen Welt. Klasse! Die Rumspekuliererei der theoretischen Physiker kennt keine Grenzen. Demnaechst kommt einer und wird behaupten, dass die indische Mythologie doch recht hatte.

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Christian Duerig
Christian Duerig (crigs) - 12.12.2012 19:59 Uhr

MATHEMATIK

@ Thomas Mirbach
Falls Sie wirklich interessiert sind, dann versuchen Sie mit Leonard Susskind via iTunes U in die Moderne Physik (Quantenmechanik) einzusteigen. Eignen Sie sich die Diracnotation an und bemühen Sie sich Susskind zu folgen. Er hat grosses Aufsehen verursacht, als er QM für Nichtmathematiker mit Videobeiträgen zugänglich machte. Er ist ein Mitbegründer der Stringtheorie und wartet sehnlichst auf einen Nobelpreis in Physik. Ich drücke ihm die Daumen, dass er nicht einen zu grossen Gedankensprung machte. Der Large Hadron Collider könnte die ersten Resultate zur Superstringtheorie liefern. Die Naturwissenschaftler warten angespannt.

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Christian Duerig
Christian Duerig (crigs) - 12.12.2012 15:40 Uhr

"FLUSS DER ZEIT"

In der Quantenphysik spricht man von Phasenübergängen, von Quantensprüngen, von Wellenkollaps etc. Es gibt Phasenübergänge die reversibel sind. Das können Sie mit den Feynman Diagrammen überprüfen. Was während einem Wellenkollaps, einer Messung, eines Phasenübergangs passiert steht ausserhalb unserer Beobachtung. Wir konstatieren nur, dass etwas passiert ist. Voilà.
In der Makrowelt ist fast alles irreversibel. Das hängt mit der Komplexität der Prozesse zusammen. Die Zeit ist hier gerichtet. Dies zeigt schon jedes Uhrwerk, das nur vorwärts laufen kann. Es ist der Mechanismus, der so gebaut wurde, dass er nur eine Richtung zulässt. Das Rückwärtsgehen in der Zeit können Sie nur in Ihren Gedanken tun. Haben Sie schon einmal eine Katze rückwärts fliehend vor einem Hund gesehen. Der Begriff Entropie half mit, diese Gedanken fest zu verankern.

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Thomas Mirbach
Thomas Mirbach (lurkius) - 12.12.2012 11:01 Uhr

Verdammt Herr Hattenbach...

...ich verstehe immer noch nur "Bahnhof"! Und bin frustriert, dass ich als nicht-Naturwissenschaftler nur erahnen kann, warum z.B. die Bestätigung des Higgs Boson dieses Jahr so eminent wichtig war. Ich schaue mir gerne die Fernsehprogramme von Brian Cox und Martin Rees (What We Still Don't Know) im englischen Fernsehen an, die auf uns Dummies zugeschnitten sind. Dennoch verschließt sich mir eine ganze Welt, die ich gerne nachvollziehen würde!

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Kai-Uwe Lensky

Der Begriff "Gottesteilchen" wurde eher durch die Medien eingeführt, ...

...ähnlich wie der vereinfachende Begriff "Weltformel" für die GUT.
Ich glaube übrigens, dass die mangelnde Investition in Bildung weniger am Geld für den CERN liegt. Wäre der Wille vorhanden, hätte man neben den vielen Rettungspaketen für die Banken auch eines für die Bildung schnüren können.

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Tyler Durden Volland

was erwarten sie denn?

Soll ein "Wissen"schaftsredakteur seinen Beruf aufgeben, weil er merkt dass es mit unserem Wissen weit weniger weit her ist, als er hinschreiben darf, wenn er seinen Job behalten will?

Die Wissenschaft, diese Religion des 20. jahrhunderts, leitet eine Theorie nach der anderen von sich selber ad infinitum ab. Dass da irgendwann Widersprüche auffallen MÜSSEN sollte keinen überraschen.

Naja, jeder braucht halt ein Hobby und glücklich der, der es zum gut bezahlten Beruf machen kann. Allerdings wäre es wünschenswert, wenn man gewisse Kosten-Obergrenzen beachten würde. Ein CERN, das mit solchen albernen Begriffen wie Gottesteilchen zwecks Milliarden Beschaffung um sich wirft, sollte man dem Steuerzahler eines Landes in dem aus Geldmangel die Bíldung am Boden liegt, denn nicht zumuten können!

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Jan  Hattenbach

...nicht ganz

Ja, das klingt natürlich nach einem Widerspruch. Nun darf man sich das aber nicht so vorstellen, als könnten die Physiker im Labor mal eben so "die Zeit umdrehen". Ich versuche es mal physikalischer: Bei der Kollision von Elektronen mit Positronen im SLAC entstehen so genannte ϒ(4s)-Resonanzen, die zu verschränkten B-Mesonen zerfallen. Diese können zwischen zwei T-konjugierten Zuständen hin- und heroszillieren, wobei jeder der beiden Zustände über einen anderen Zerfallskanal zerfällt, d.h. andere messbare Teilchen produziert (entweder ein J/ψ + Kaon, oder ein Lepton + ?) Was man nun gemessen hat, ist, dass die Übergänge von zwischen diesen beiden Zuständen nicht symmetrisch erfolgen, sondern dass ein Übergang wahrscheinlicher ist als der andere. So wie ich das verstanden habe, hängen die beiden Zustände nicht über Ladung und Parität miteinander zusammen, daher schließt mach, dass sie T-asymmetrisch sind.

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11.12.2012, 18:00 Uhr

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