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„RunBot“ Ein Roboter erobert den steilen Laufsteg

18.07.2007 ·  Er erreicht auf ebener Strecke ein Tempo von 0,8 Metern pro Sekunde. Und er kann selbständig eine Rampe hochlaufen. Sein Name: „RunBot“, der schnellste Roboter in seiner Größenklasse.

Von Manfred Lindinger
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Was an eine Konstruktion aus dem Trix-Baukasten erinnert, ist in Wirklichkeit von den Laufeigenschaften her einer der leistungsfähigsten zweibeinigen Roboter. Das 23 Zentimeter große Wesen, das auf den Namen „RunBot“ hört und von Forschern der Universität Göttingen gebaut wurde, ist der schnellste Roboter in seiner Größenklasse.

Auf ebener Strecke erreicht er ein Tempo von 0,8 Metern pro Sekunde. Obendrein kann „RunBot“ - nach einigen Lernversuchen - selbständig eine Rampe hochmarschieren. Möglich wird das durch vier Elektromotoren an den Knien und der Hüfte sowie Sensoren, die kleinste Schwingungen registrieren und die Beschaffenheit des Untergrunds erfassen.

Führungsstange als Hilfe

Doch erst die hierarchische Organisation der Bewegungssteuerung, die dem natürlichen Vorbild beim Menschen nachempfunden ist, verleiht dem Roboter seine Fähigkeiten („PLoS Computational Biology“, Bd. 3, S. e134). Auf der untersten Ebene wird der Bewegungsablauf reflexartig vorangetrieben und durch Regelkreise kontrolliert. Ist die Gangart der Umgebung angepasst, arbeitet die oberste Stufe - das neuronale Netzwerk. Allerdings muss „RunBot“ mit einer Führungsstange gestützt werden.

Quelle: F.A.Z., 19.07.2007, Nr. 165 / Seite 32
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Jahrgang 1962, Redakteur im Ressort „Natur und Wissenschaft“.

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