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Sonntag, 19. Februar 2012
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Nobelpreise 2008 Physiker aus Japan und Amerika ausgezeichnet

07.10.2008 ·  Der Nobelpreis für Physik geht in diesem Jahr an den amerikanischen Forscher Yoichiro Nambu und seine japanischen Kollegen Makoto Kobayashi und Toshihide Maskawa. Das teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften am Dienstag in Stockholm mit.

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Mit dem Nobelpreis für Physik werden in diesem Jahr drei Forscher aus Japan und den Vereinigten Staaten ausgezeichnet, die einen Einblick in die kleinsten Bausteine der Materie ermöglicht haben. Die eine Hälfte des Preises geht an den aus Japan stammenden amerikanischen Wissenschaftler Yoichiro Nambu von der Universität Chicago. Die andere Hälfte würdigt die beiden Japaner Makoto Kobayashi und Toshihide Maskawa.

Nambu entdeckte bereits 1960 das Prinzip der „spontanen gebrochenen Symmetrie“ in der Teilchenphysik. Damit sei ein Standardmodell für die Erkenntnis der kleinsten Bausteine jeder Materie entwickelt worden, erklärte die Schwedische Akademie der Wissenschaften am Dienstag in Stockholm: „Spontan gebrochene Symmetrie verbirgt die Ordnung der Natur unter einer scheinbar ungeordneten Oberfläche.“ Jenseits der Teilchenphysik sind Asymmetrien etwa zwischen der rechten und der linken Gehirnhälfte des Menschen zu beobachten.

Asymmetrien prägend

Kobayashi und Maskawa bauten 1964 auf den Erkenntnissen Nambus auf und erweiterten die Theorie auf die Entstehungsgeschichte des Kosmos. Sie wiesen nach, dass das Auftreten von Asymmetrien bereits die Anfänge des Universums prägten, und entwickelten die Hypothese von drei weiteren „Quarks“ - jenen kleinsten Teilchen, aus denen sich die Protonen und Neutronen von Atomen zusammensetzen. 2001 konnte diese Hypothese mit Hilfe von Anlagen der Elementarphysik in den Vereinigten Staaten und Japan nachgewiesen werden.

Nambu wanderte bereits 1952 in die Vereinigten Staaten aus und erhielt 1970 die amerikanische Staatsbürgerschaft. Rund 40 Jahre lang forschte und lehrte der heute 87-jährige Elementarphysiker an der Universität von Chicago. Der 64 Jahre alte Kobayashi ist am Teilchenbeschleuniger KEK in der japanischen Ortschaft Tsukuba tätig. Der 68-jährige Maskawa arbeitet am Yukawa-Institut für Theoretische Physik an der Universität Kyoto.

Im vergangenen Jahr waren der Deutsche Peter Grünberg und der Franzose Albert Fert ausgezeichnet worden. Sie erhielten die Auszeichnung für die Entdeckung eines Magneteffekts, der die Speicherkapazität von Computer-Festplatten drastisch erhöht hat.

Preisverleihung am 10. Dezember

Am Montag hatte das Karolinska-Institut den diesjährigen Medizin- Nobelpreis an den deutschen Krebsforscher Harald zur Hausen sowie die beiden französischen Entdecker des Aidsvirus, Luc Montagnier und Françoise Barré-Sinoussi, vergeben. Zur Hausen hatte entdeckt, dass Viren Gebärmutterhalskrebs auslösen können, was bereits zu einer Impfung geführt hat.

Am Mittwoch gibt die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften die Träger des Chemie-Nobelpreises 2008 bekannt. Die feierliche Überreichung der Auszeichnungen findet traditionsgemäß am 10. Dezember statt, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel.

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