08.06.2012 · Was man schon lange vermutet hat, ist nun Gewissheit: Dass sich Neutrinos angeblich schneller ausbreiteten als das Licht, beruhte auf einem Messfehler.
Von Manfred LindingerRichtlinien für Lesermeinungen
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es ist beruhigend für mich in der heutigen unruhigen
finanzpolitischen welt, daß noch etwas ewig und auf dauer
gültig ist( natürlich aus unseren heutigen kenntnisstand bezogen.
was für ein genie.........
Religiöse Haltung
Keine physikalische Theorie ist "ewig und auf Dauer gültig". So etwas maßen sich nur Religionen für ihre Offenbarung an. Einsteins Relativitätstheorie und die Quantenmechanik sind beide in ihrem Geltungsbereich extrem gut bestätigt, die Quantenmechanik sogar noch besser als die Relativitätstheorie, aber sie passen auf mathematischer Ebene nicht zusammen. Also ist schon jetzt klar, dass Einsteins Relativitätstheorie genau wie die newtonsche Mechanik eine Theorie auf Abruf ist.
Ich finde, Häme ist hier fehl am Platz. Komplexe Systeme
(insbesondere Systeme zur Informationsverarbeitung) enthalten
mannigfaltige Fehlerquellen und es gibt kein bekanntes Verfahren Fehler
zuverlässig auszuschließen. Es gibt heuristische Verfahren
die Fehlermenge zu reduzieren. Inwiefern in dieser Beziehung schlampig
gearbeitet wurde, würde ich mir nicht anmaßen zu beurteilen.
Generell finde ich das CERN-Budget zu groß. Das hat aber eher
mathematisch-wissenschaftstheoretische Gründe. Ich halte die
mathematische Basis der theoretischen Physik für zu schwach um
darauf so teure Experimente aufzusetzen. Das ist Geldverschwendung.
Präzisere mathematische Grundlagenforschung in der theoretischen
Physik würde mehr bringen.
In der Vergangenheit gab es Fälle, wo man Messfehler vermutete aber
fundamentale Entdeckungen machte (Beispiel: Hintergrundstrahlung).
Fehler bei Messungen sind nicht umsonst. Ihre Analyse kann theoretische
Modelle auch bestärken, wie im vorliegenden Fall.
Alle, die an der Überlichtgeschwindigkeit mitgewirkt haben,...
... und das sind ganz viele, sollten sich nur noch schämen, schämen, schämen. Aber liebes Publikum, keine Sorge, die schämen sich nicht, sondern schreiben die nächsten Förderanträge. Es muss ja weiter gehen!
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.06.2012 14:29 UhrÜberlichtgeschwindigkeit
Ich vermute,dass die heutige Konstante der Lichtgeschwindigkeit sich
nach Abkühlung des Big Bang,soweit es ihn so gegeben hat , mit der
Zeit im entstehendem Universum zu einer Konstante geworden ist.Der
BIG-Bang hatte bestimmt erheblich höhere Ausgangstemperaturen
gehabt als z.B.die später entstehenden Sonnen,Neutronensterne
usw.,deren Licht uns auf der Erde erreicht.
Auch Wissenschaftler können einem Humbug bei komplizierten Dingen aufsitzen.
Man nehme sich ein Beispiel von Kopernikus.Er hatte ca.30 Jahre seine
Ergebnisse nicht publik gemacht.Die Prüfung der Signifikanz von
Messwerten sollte also nie vernachlässigt werden.Es kommt wirklich
nicht darauf an,wer welche Ergebnisse zuerst veröffentlicht.Die
Ergebnisse werden ja intern dokumentiert und damit beweisbar,wann jemand
etwas gefunden hat.
Mit Bashing hat das nichts zu tun.
Sie verkehren die Tatsachen vollständig, was ich fast unerhört
finde. Wissenschaftler behaupten ohne gesicherte Kenntnisse, das man
Einstein widerlegt hat. Denken wir 60-80 Jahre zurück. Nie
hätten Wissenschaftler wie Curie, Hahn, Meitner, Einstein so gegen
die wissenschaftliche Governance verstoßen. Und der absolute
Gipfel war, als Techniker im Nachhinein einen schlechten Kontakt der
Datenleitung bemerkt hatten, und man sich nicht über die
Auswirkungen der Kontaktgabe, nämlich Laufzeitverzögerungen,
im Klaren war (nachzulesen in einem FAZ-Artikel, mit einem Kommentar von mir).
Also bitte verschonen Sie mich mit Bashing-Vorwürfen.
Oje, oje
Haben Sie die Artikel der Gruppe gelesen? Haben Sie die Fehleranalysen
und die Statistiken dieses Experiment überprüft, die Rohdaten
selber interpretiert? Haben Sie das Experiment aufgebaut, getestet,
durchgeführt? Kennen Sie die Messgenauigkeiten, die nötig
sind?
Hauptsache Bashing.
Ein kurioser Vorgang bleibt es allemal. Auf jeden Fall wurde hier massiv
in das Publicity-Horn gestoßen. Die damalige große
Pressekonferenz wäre nicht nötig gewesen, außer
natürlich, um Aufmerksamkeit zu erregen. Die haben die Herren vom
CERN haben sie auch reichlich erhalten, nur ob deren Reputation
gestiegen ist, wage ich zu bezweifeln.
Es zeigt mir, dass Wissenschaftler immer mehr dem schnöden Mammon verfallen.
"ins Horn gestossen"?
Alles, was mit Einstein zu tun hat, wird von den medien als Topthema
aufgebauscht - das ist allemal interessanter als ein Flugzeugabsturz im
Kongo oder ein Erdbeben im Iran... Das jetzt dem "CERN" in die
Schuhe schieben zu wollen ist ziemlich lächerlich, Herr Dieter.
Anderseherum wird ein Schuh draus, so ein Experiment überhaupt zu
machen, gehört gewürdigt. Ohne solches Hinterfragen von
Gegebenen würde Homo Sapiens heute noch frierend in Höhlen
hausen - weil bspw. keiner sich getraut hätte, das Feuer zu zähmen.
Ich dachte immer an den SchwEINSTEINiger, Messfehler... give me a ball and everything else.... und keinen f***king Pfosten...uuh...
Thema Gravitation,das schon Einstein in den Bann geschlagen hat.
Es wäre mal interessant,dass Astronauten mal Versuche in der
Schwerelosigkeit und Vakuum Experimente durchführen,indem man
Siliciumdioxid in einem Reaktionsgefäß vorlegt und
verfolgt,wie eine Agglomeration von Siliciumdioxid zu
größeren Teilchen stattfindet und ab einer bestimmten
Größe sich Gravitation möglicherweise abrupt
manifestieren könnte(molekulare Wechselwirkungen seien ausgeschlossen).
Frage ist,was für eine Mechanismus steckt dahinter?Ein
Mechanismus,der Materie mit äußeren Gravitationsfeldern verschränkt?
@Herrn Heribert Mühlberger und ihr Kampf mit Hypothesen.
Wenn Sie etwas von Naturwissenschaften verstehen,dann sollte ihnen
aufgefallen sein, dass man bei Experimenten immer eine externe Position
einnehmen muss,um wirklich objektive Ergebnisse unter den gegebenen
Randbedingungen zu erhalten.Unglücklicherweise können weder
Sie noch ich einen Experimentator außerhalb des entstandenen
Universums,in dem die aktuellen physikalischen Gesetze
gelten,positionieren,um Experimente oder Beobachtungen durchzuführen.
Ich denke,dass es durchaus trotzdem erlaubt ist,mit Hypothesen zu
arbeiten-mögen sie im ungünstigen Fall noch so schlecht,falsch
oder unwirklich sein,es könnte Andere ggf anregen,sich selbst
Gedanken zu machen,die zu besseren Hypothesen führen können.
Übrigens können Sie hier auf Erden mit einem Experiment die
kleinste Länge und die kleinste Zeit mit einem Experiment direkt
nachweisen?Dann versuchen Sie es einmal und bitte nicht kneifen,wenn es
schwierig wird.
Lichtgeschwindigkeit wird begrenzt v. Gravitonen!Ausdehnung d.Universums_Folge e.Drehimpulses(Univ.)
Meine Hypothese:1.Alles bewegt sich im Universum.
2.Es gibt keine Ausnahme,dass es etwas gibt,das sich nicht bewegt.
3.Das Universum bewegt sich deshalb auch selbst.Diese Bewegung bleibt
vermutlich uns als interne Beobachter nicht zugänglich für Messungen.
4.Das Universum aus Raum und Zeit verhält sich wie eine kugelige
Blase,die sich um eine Achse dreht.
5.Der Impuls J= Masse(Universum) m x Geschwindigkeit dieser Drehbwegung
dieser "Blase"dürfte mit v =w(Winkelgeschwindigkeit
Omega) den Grenzwert der Lichtgeschwindigkeit erreichen und damit
dadurch begrenzt sein.Dadurch entstehen konstant stabile Gravitonen im
gesamten Universum,die den Träger für zB d.
Licht(Photonen)machen.Das Licht kann in Wechelwirkung mit dem
Grundgravitationsfeld sich nicht schneller ausbreiten,als was die
Gravitonen vorgegeben haben.Selbst wenn Lichtstrahlen an massereichen
Sternen "vorbeifliegen"und in Wechselwirkung mit deren Masse
treten,können sie die Konstante der Lichtgeschwindigkeit nicht überschreiten
Kaufen Sie sich bitte ein Physikbuch der 8. Klasse
und arbeiten Sie es in Ruhe durch. Mehr gibt es dazu m.E. nicht zu sagen.
Die Skeptiker hatten also Recht?
So einfach würden die Leugner der überlichtschnellen Neutrinos nicht davon kommen, wenn es um die Rettung der Welt ginge, denn schließlich waren 99 Prozent der beteiligten Neutrinologen überzeugt, richtig gemessen zu haben.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.06.2012 22:01 UhrOje.
"99%". "Leugner".
Herr Parsons, an Ihnen ist wahrhaft ein Wissenschaftler verlorengegangen...
Relativitätstheorie ist richtig
Es geht in der Physik nie um "Recht haben", sondern darum, was richtig ist. Die Veröffentlichung war meines Wissens nicht als Beweis gedacht, dass Einstein nicht Recht hat, sondern als Frage an die "scientific community": Was meint Ihr - habt Ihr eine Idee, wie diese Ergebnisse zu erklären sind? Für mich ist am Ergebnis dieser neuen offensichtlich sehr sorgfältig durchgeführten Versuche interessant, dass die Neutrinos langsamer als das Licht sind und damit eine wenn auch geringe Masse haben.
Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.06.2012 13:59 UhrNeutrinomasse /Gut ,dass Sie darauf hingewiesen haben.
..wer so schnell laufen kann,dass er in die Nähe der Konstanten(aus
der Lichtgeschwindigkeit) kommt,nimmt eben Masse an.
Wie das allerdings beim Higgs-Teilchen aussieht,das verantwortlich sein
soll,dass andere Elementarteilchen Masse "annehmen"
können,bleibt mir ein Rätsel.Möglicherweise wirken
relativistische Effekte im " ruhenden" Atom z.B. innerhalb
eines Metallgitters aus Eisen usw.genauso auch eine Rolle.Wenn
relativistische Effekte(?) in z.B. bei Uran-Isotopen nicht
ausreichen,bzw. ein Grenzwertbereich unterschritten ist,zerfallen die
Atomkerne bis zum Endprodukt Blei.Oder ist es gibt noch ganz andere Erklärungen.
Nützlich, richtig ist unwichtig
Es geht nicht darum, was richtig ist, sondern was nützlich ist. Ob
etwas richtig oder falsch ist, wer kann das wissen?
Besteht Licht nun aus Teilchen oder sind es Wellen? Beide Theorien sind
nützlich, nicht richtig oder falsch.
Leider ist diese Sichtweise unbequem, insbesondere stellt sie Lehrer vor
ernsthafte Probleme, schließlich soll es in Leistungstest
eindeutige Lösungen geben. Unsere Welt ist aber nicht eindeutig,
sondern unscharf, wie die Quantentheorie.
Neutrinomasse
Durch den beobachteten Flavorwechsel solarer Neutrinos ist schön länger bekannt, daß Neutrinos eine Masse haben.
@ Wolfgang Giese
Sie schrieben: "Es geht in der Physik nie um 'Recht haben', sondern
darum, was richtig ist."
Formulieren Sie lieber vorsichtiger: Es sollte (!) in der Physik
zumindest immer nur darum gehen, was richtig ist. In aller Regel ist
dies auch der Fall. Wer an eine Weltverschwörung von Physikern
glaubt, die um jeden Preis bestimmte Theorien (z.B. die
Relativitätstheorien) verteidigen wollen, der hat fraglos einen an
der Waffel.
Weiter heißt es: "Die Veröffentlichung war meines
Wissens nicht als Beweis gedacht, dass Einstein nicht Recht hat, sondern
als Frage an die 'scientific community': Was meint Ihr - habt Ihr eine
Idee, wie diese Ergebnisse zu erklären sind?"
Teils, teils. Der Ehrgeiz ist groß in der wissenschaftlichen
Community und Einstein zu widerlegen verspräche ewigen Ruhm. Sie
haben aber natürlich Recht, dass die Publikation in erster Linie
als Bitte um wissenschaftliche Unterstützung gemeint war: Hilfe!
Wir haben einen systematischen Messfehler und wissen nicht, woran es liegt.
... ob da etwa defekte Glasfaserleitungen die super schnellen Neutrinos ausbremsen?
Bitte nicht locker lassen, auch nicht die Stecker!
Schade, Einstein hat viel zu früh gelebt.
Was würde er heute wohl herausfinden, mit diesen technischen Möglichkeiten. Was in tausend Jahren? Würde er dann immer noch ein "kosmisches Tempolimit" bestätigen?
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.06.2012 07:16 Uhrmuss wiedersprechen
Einsteins Genialität lag, aus meiner Sicht, darin das
Unvermeidliche zu formulieren. Die anderen Wissenschaftler wollten die
Lösung (Lichtgeschwindigkeit, Relativität) nicht sehen.
Nach der Allgemeinen Relativitätstheorie, konnte er nichts
vergleichbares mehr schaffen, weil es der Wissensstand einfach nicht
hergab. Insbesondere kam Einstein mit den Versuchen der
Vereinheitlichung der verschiedenen Theorien (Theorie of Everything)
nicht voran. Würde Einstein heute leben, er quälte sich
unbekannt in irgendeinem Labor, wie die vielen anderen Genies auch.
Von wegen 4:0... Der Spielstand steht eher bei 37198518:0 für Einstein,
aber es wird wohl immer ein paar Deppen geben, die es einfach nicht wahr haben wollen. Dennoch wünsche ich allen Anhängern esoterischer Theorien noch viel Spaß weiterhin bei der Widerlegung des Kausalitätsprinzips, der Energieerhaltung oder der empirischen Beobachtungstatsache, dass nur Frauen Kinder kriegen können. Macht euch deshalb keine Sorgen! In den USA haben immerhin 9% der Gesamtbevölkerung ein UFO gesichtet.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.06.2012 21:59 UhrSoso, "Deppen"... Wissen Sie, was lustig ist, Herr Mühlberger?
Genau die Einstellung, nämlich nichts zu hinterfragen, da die
Physik gut verstanden sei, schlug Planck 1874 (!) von einem Professor
entgegen. Es sei bereits alles erforscht, Physik zu studieren reine
Verschwendung.
Einstein selbst war übrigens seinen eigenen Theorien gegenüber
kritischer, als Sie das für statthaft halten. Einige seiner
Theorien waren ihm nicht ästhetisch genug, so dass er Sie nur
widerwillig annahm. Andere Deutungen von Ergebnissen wiederrum, die
heute bevorzugt werden, wurden von Einstein abgelehnt ("Gott
würfelt nicht").
Irgendwann wird sich eine bessere Theorie als die Einstein'sche finden.
Hoffentlich, da im Augenblick der Grossteil des Universums völlig
unverstanden ist ("dunkle Energie" und "dunkle
Masse". Diesen Durchbruch würde sich sicher jeder
Wissenschaftler wünschen, einschl. Einstein selbst. Bis dahin
bleibt sein Meisterwerk eben die beste Theorie und daher gültig.
Und, Herr Mühlberger, ein "Depp" wird sie sicher nicht
finden...
Konstanten in einer Art eines Beziehungsnetzes aller Konstanten können nur konstant ......
und einen diskreten Wert annehmen,sonst würde das Gesamtsystem eine
Unschärfe erhalten,die das Universum wahrscheinlich zum
"Einsturz" bringen würde,was immer das heißen mag.
Vor rund 100 Jahren hatten die Physiker immer wieder die
Dielektrizitätskonstante(DK) des Wassers unter einer definierten
Bedingung gemessen und gefunden,dass die Konstante immer einen anderen
Wert, abhängig vom Jahr des Messung ergab!!
Es war schon immer die Kunst des Experimentators das Experiment so
hinzukriegen,dass alle Fehler ausgeschlossen werden
können.Hätte sich die DK tatsächlich nicht als Konstante
herausgestellt,dann sähe die Welt,insbesondere die Welt der Chemie
wohl anders aus.
Bei den Messungen der Neutrinogeschwindigkeiten hat man wohl zu wenig
Messungen samt Variationen gemacht und wie es üblich ist,auch von
anderen Naturwissenschaftlern durchführen lassen.
Der Fall war von Anfang an klar; Einstein musste Recht haben
Einstein hat das Gymnasium "Alte Kantonsschule" in Aarau, in der Schweiz besucht. Folglich konnte er sicher nicht falsch liegen mit seiner Theorie! :-)
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.06.2012 21:56 UhrIst wie bei den Wahlen zum EU Vertrag
Es wird solange getestet bis es passt.
Der letzte Satz ist überlichtschnell. Echt.