Gerade mal 0,3 Millimeter lang und 0,1 Millimeter breit ist dieser Formel-1-Rennwagen und folglich mit dem bloßen Auge nur als Körnchen zu erkennen. Erst unter einem Rastertunnelmikroskop werden die vielen Details des Formel-1- Wagens sichtbar. Das Rennauto ist nur eines von zahlreichen Objekten im Miniaturformat, die Werkstoffwissenschaftler von der TU Wien mit einem speziellen Verfahren gefertigt haben - den Stephansdom in Wien etwa und die Tower Bridge in London.
Computer steuert Laser
Das Ausgangsmaterial für jede Miniaturskulptur ist eine besondere Kunstharzlösung, die mit einem Laserstrahl belichtet wird. Nur am Brennpunkt des Strahls erstarrt die Lösung. Der Weg des Laserlichts durch das Kunstharz wird von einem Computer gesteuert, mit dem man von dem Werkstück zuvor ein dreidimensionales Modell angefertigt hat. Die Linien, die der Brennpunkt im ausgehärteten Material hinterlässt, sind weniger als ein Zehntausendstel Millimeter breit. Nach dem das Werkstück komplett belichtet und ausgehärtet ist, wird das noch flüssige Restharz entfernt. Die Forscher benötigen zur Fertigung eines ihrer Objekte nur wenige Minuten. (Ein Video, dass die einzelnen Schritte beim Bau des Formel-1-Wages zeigt, ist hier zu sehen.)
Spielzeuge für die Forschung
Was wie Spielerei anmutet, hat einen ernsthaften Hintergrund. Die Miniaturversion des Rennwagens etwa zeige, so die österreichischen Forscher, dass mit dem Laserverfahren in kurzer Zeit komplexe dreidimensionale Strukturen herausgearbeitet werden können. Solche Bauelemente benötigt man für optische und medizinische Anwendungen.
