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Meteorologie Staubkörnchen und Eisteilchen

 ·  Wolkentröpfchen entstehen an Staubteilchen. Woran die Eiskristalle der hohen Cirruswolken sich bilden, wurde bislang nur theoretisch erwogen oder im Labor getestet. Das haben amerikanische Forscher geändert.

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Cirrus-Wolken sind die Eiswolken, die in den obersten Schichten der Troposphäre entstehen. Sie beeinflussen das Erdklima immens, da sie Strahlung abhalten und den Wärmetransport zwischen Erde und All regeln. Wissenschaftler haben die Entstehungsmechanismen der Cirren bislang vornehmlich mit Computermodellen und im Labor nachvollzogen - an echten Experimenten fehlte es.

Das haben Paul De Mott und sein Team von der Colorado State University geändert. Wie die Wissenschaftler in den Proceedings der amerikanischen Nationalen Akademie der Wissenschaften veröffentlichten, sammelten sie über einer Bergspitze in Colorado feste Bestandteile der Luft ein. In einer Kammer, in der Temperatur und Luftfeuchte einstellbar sind, testeten sie dann, wie gut die eingefangenen Teilchen als Eiskerne wirken. Denn erst an einem Keim beginnt die Kondensation oder Eisbildung. Ohne Staub und andere Stoffe, entstünden Tropfen in der Atmosphäre erst bei viel höheren Luftfeuchten.

Staub und unlösliche Stoffe sind gute Eisbildner

Als besonders gute Eisbildner stellten sich Staubteilchen und zum Teil menschgemachte unlösliche Stoffe heraus. An ihnen bildeten über großen Temperatur- und Luftfeuchtespannen Eisteilchen. An Salzen und Sulfaten, die in großer Menge eingefangen wurden, entstand hingegen erst unter minus 35 Grad Celsius Eis. Organische Verschmutzungen der Luft verhinderten die Eisbildung an Sulfaten und Salzen ganz.

Die Ergebnisse stimmen mit den vorherigen Labormessungen und Modellergebnissen gut überein. Die Forscher erwarten, daß sie daraus die Rolle und das Verhalten von Cirrus-Wolken für das Erdklima besser errechnen und einschätzen können.

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