21.09.2008 · Gut sechs Milliarden Euro hat der gigantische Teilchenbeschleuniger am Kernforschungszentrum in Genf gekostet, aber nun reiht sich Panne an Panne. Das Gerät muss mindestens zwei Monate lang für eine langwierige Reparatur abgeschaltet werden.
Nur zehn Tage nach der feierlichen Einweihung muss der gigantische Teilchenbeschleuniger in Genf wegen einer technischen Panne für mindestens zwei Monate abgeschaltet werden. Wie das Europäische Zentrum für Elementarteilchenforschung (Cern) mitteilte, entwich am Freitag durch ein Leck eine große Menge Helium in den Tunnel mit dem 27 Kilometer langen Beschleunigerring. Grund für das Leck sei wahrscheinlich eine fehlerhafte elektrische Verbindung zwischen zwei Magneten.
Die Reparatur wird sehr zeitaufwendig: Zunächst muss die Röhre von ihrer Betriebstemperatur von minus 271,3 Grad aufgewärmt werden und schließlich wieder gekühlt werden. „Dieser Prozess wird wahrscheinlich zwei Monate dauern“, erklärte ein Cern-Sprecher.
Rätseln der modernen Physik auf die Spur kommen
In der gut sechs Milliarden Euro teuren Anlage sollen winzige Elementarteilchen annähernd mit Lichtgeschwindigkeit aufeinander geschossen werden, um Rätseln der modernen Physik wie der dunklen Materie und schwarzen Löchern auf die Spur zu kommen.
Nach fast 20-jähriger Vorbereitungszeit hatten Wissenschaftler des Cern am Mittwoch vergangener Woche den ersten Protonen-Strahl in die 27 Kilometer lange unterirdische Röhre des weltweit leistungsstärksten Beschleunigers geschickt. Zum Beschleunigen der Protonen ist eine Temperatur von minus 271,3 Grad Celsius notwendig.
Kurz nach Inbetriebnahme hatte es bereits erste Pannen gegeben: Wie erst am vergangenen Wochenende bekannt wurde, waren Hacker in das Informatiksystem des LHC eingedrungen. Am vergangenen Mittwoch hatte der Teilchenbeschleuniger wegen einer Strompanne abgeschaltet werden müssen, wie das Zentrum mitteilte. „Probleme mit der Elektrizität“ hätten das Kühlsystem des Teilchenbeschleunigers beeinträchtigt, deshalb sei er vorübergehend abgestellt worden, sagte eine Sprecherin.
Riesenloch von Genf bis Paris
Stanislaus Swerd (Olympionike)
- 21.09.2008, 15:22 Uhr
Man lernt nur aus Fehlern
Fritz Schmidt (FreSchme)
- 21.09.2008, 15:47 Uhr
Die Frage ist:
Karl-Heinz Andresen (khaproperty)
- 21.09.2008, 19:47 Uhr
Große Kinder haben ein großes Spielzeug.Es wird da niemals einen Urknall geben.
Daniel Kleiner (Kleinermann1)
- 21.09.2008, 22:25 Uhr
das wird schon!
Max Schaefer (maxschaefer)
- 22.09.2008, 04:05 Uhr