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Gottes-Teilchen Higgs-Boson entdeckt?

 ·  Das Fermilab bei Chicago sieht in ihren Daten deutliche Anzeichen des lang gesuchten Higgs-Teilchens. Doch ohne die neuen Daten vom Cern, die am Mittwoch präsentiert werden, will man noch nicht von einer Entdeckung sprechen.

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Higgs zeig Dich endlich! Nach jahrlanger Suche könnte die Suche nach dem Higgs-Teilchen bald ein glückliches Ende finden. Denn so dicht auf den Fersen wie derzeit sind die Teilchenphysiker dem Gottesteilchen noch niemals zuvor  gewesen. Jetzt,  zwei Tage vor dem Seminar am Forschungungszentrum Cern bei Genf,  verkünden nun die Forscher des Fermilabs bei Chicago, dass sie deutliche Indizien für das Higgs-Teilchen in ihren Daten entdeckt haben.

Zwar ist der Tevatron-Beschleuniger des Fermilabs seit September des vergangenen Jahres nicht mehr in Betrieb. Die Ergebnisse stützen sich aber auf die unzähligen Messungen der vergangenen zehn Jahre. Insgesamt sind in dieser Zeit Protonen und deren Antiteilchen fünfhundertbillionenmal im Tevatron-Beschleuniger kollidiert.

Die Daten der Experimente D0 und CDS am Tevatron-Beschleuniger siedeln das Higgs, wie die Physiker das Higgs-Teilchen nennen, in einem Massebereich zwischen 115 und 135 Milliarden Elektronenvolt (Gigaelektronenvolt, GeV) an. In etwa diesem Bereich - zwischen 124 und 126 GeV - hatten auch die Forscher des Cern mit dem „Large Hadron Collider“ (LHC) im vergangenen Jahr eine leichte Überhöhung in ihren Messwerten beobachtet. Allerdings waren die  Wissenschaftler diesseits und jenseits des Atlantiks im Dezember 2011 und im März 2012 noch weit davon entfernt, von der Entdeckung der Higgs-Teilchens sprechen zu können.

Das könnte sich nun bald ändern. Man ist sich zumindest am Fermilab ziemlich sicher, dass es  sich nach der neuen Auswertung jetzt  nicht  um statistische Fluktuationen handelt. Ob sich hinter den  Anzeichen die Entdeckung des Higgs-Teilchen verbirgt oder um ein noch unbekanntes Teilchen, kann und will man offenkundig noch nicht sagen. Man noch auf die  neuen Daten des Cern warten, die am Mittwoch mogen präsentiert werden.

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Jahrgang 1962, Redakteur im Ressort „Natur und Wissenschaft“.

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