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Mittwoch, 19. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Das Gottesteilchen Jagd nach einem Phantom

 ·  Higgs-Teilchen, wo bist Du? Jetzt haben auch die Forscher des Fermilab Hinweise auf die Existenz des langgesuchten Bausteins der Materie gefunden. Für eine zweifelsfreie Entdeckung reichen die Daten jedoch nicht aus.

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Claus Clausmann

moderne Alchemie?

Wenn die Grundlagenforschung nur Probleme löst, die es ohne sie gar nicht gäbe, wird sie von unseren Enkelkindern wahrscheinlich als Alchemie des 21. Jahrhunderts abgetan werden und wir, die Steuerzahler als reiche, liebenswürdige Trottel beschmunzelt.

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Hans-Ulrich Pietz

Gravitation: Gravitationswellen harren noch des direkten Nachweises!

Gravitation: Gravitationswellen harren noch des direkten Nachweises.
Die Relativitätstheorie geht davon aus, daß sich die Kraftwirkung nicht schneller als Licht ausbreiten kann. Nach Einsteins Theorie ist die Ursache der Gravitation eine Krümmung der Raumzeit.
Die Gravitation ist eine der vier Grundkräfte, die die Wechselwirkungen von Materie bestimmen;

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.03.2012 17:37 Uhr
Herbert Sax
Herbert Sax (H.Sax) - 11.03.2012 17:37 Uhr

Die Zeit wird kommen

Dass man sie noch nicht gefunden hat ist kein Beweis dafür dass es sie nicht gibt. Es ist wie bei den Exoplaneten bei denen die Logik sagte es muss sie geben aber erst vor kurzem wurden sie durch verfeinerte Messmethoden nachgewiesen. Genauso wird es mit dem Leben sein. Unser Sonnensystem ist repräsentativ und kein Sonderfall. Gravitationswellen wird man auch bald nachweisen. Es fehlt dazu nur noch ein spektakuläres kosmisches Ereignis das man in Zusammenhang setzen kann.

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Björn Opitz
Björn Opitz (hrbjoern) - 10.03.2012 23:14 Uhr

Ja und?

Es gibt einfachere Dinge, als Gravitationswellen nachzuweisen ... aber die Kollegen sind dabei, keine Angst.

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Thomas Belser
Thomas Belser (Asgaros) - 10.03.2012 16:11 Uhr

Die Antwort nach dem Nutzen

Etliche werden sich jetzt wieder fragen, was für einen Nutzen die Unmengen an Forschungskosten in diesem Bereich für uns haben. Die selbe Frage hat man sich vor Jahrzehnten oder Jahrhunderten über andere Technik- und Forschungsprojekte auch gestellt. Hätte man die Forschung aufgrund des momentan fehlenden Nutzens verhindert, gäbe es heute weder das Internet noch sonstige moderne Technik, die für uns mittlerweile zum alltäglichen Leben genau dazugehört wie der rechte Arm am Rumpf.

Der Nutzen daraus wird sich langfristig ergeben. Und eins kann ich jetzt schon sagen: Die Milliarden, die über Jahrzehnte in diese Projekte gesteckt werden, werden uns langfristig weitaus mehr bringen als die Milliarden, die tagtäglich in Problemländer wie Griechenland sinnlos verbrannt werden!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.03.2012 17:51 Uhr
Johann Feldbaum

Richtig

1.)
Ich bin sicher, der ersten Menschen die Pferde aufzogen, wurden ausgelacht:
Was soll man den mit Pferden? Sie geben nicht einmal Milch.
Was dachten sich die ersten Menschen, die weiches Eisen immer wieder glühten und dann ins Wasser warfen, bis sie das Härten entdeckten.

Viel Nutzen wird erst später entdeckt

2.)
Meiner Erfahrung nach beschweren sich gerade viele Philosophen darüber, warum dafür so viel Geld ausgegeben hat. Doch es waren die Philosophen, die damals den Kern des Seins kennen wollten. Forschen, weil man es kann. Gibt die Möglichkeit es zu können nicht die Pflicht, es zu tun?
Wenn nicht, könnte man weltweit die Soziologie und Philosophie-Fakultäten schließen.

3.)
Ich bin zwar kein Wissenschaftler, aber rein theoretisch: Wenn es Teilchen gibt, die sich von der Gravitation ablenken lassen und solche, die es nicht tun, könnte man vielleicht in Zukunft bessere Instruemente zur Entdeckung anderer Planeten, Galaxien etc. aufbauen. Vielleicht ist es ja möglich.

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Ronald Hubbard
Ronald Hubbard (dr.uno) - 10.03.2012 12:58 Uhr

Wozu das ganze?

Nach dem durchlesen des Artikels stellte sich mir eine zentrale Frage auf die Vielleicht einer der Leser eine Antwort findet:

Welche Erfolge und in die Realität umsetzbare Ergebnisse bringt der Nachweis des Higgs-Teilchens mit sich?

Seit 50 Jahren werden Milliardenvermögen in den Nachweis einer Theorie investiert, welche keine praxisorientierte Anwendung ermöglicht. Der enorme Energieaufwand und die damit verbundene Umweltverschmutzung sind jedoch praktische Folgen der modernen Physik.

Der Nachweis des Standardmodells um das Gesamtbild des Weltalls zu erklären, können nicht im ernst die Motivation sein.

Gerne verfolge ich Reportagen über die erfolgreiche rechnergestützte Simulation des Urknalls und der Verteilung der schwarzen Materie, doch so langsam bildet sich bei mir der Zweifel nach dem Sinn und dem Einfluss des Faktors Mensch, sowohl auf die Simulation wie auch auf die Umsetzung der Erkenntnisse.

In freudiger Erwartung Eurer Antworten.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.03.2012 15:46 Uhr
Herbert Sax
Herbert Sax (H.Sax) - 11.03.2012 15:46 Uhr

Es ist Grundlagenforschung und das sollte als Erklärung genügen

Der germanische Schmied hat sein Eisenschwert solange geschmiedet und behandel dass hochfester, flexibler Stahl daraus wurde und tausend Jahre später wissen wir warum, weil es die Grundlagenforschung gibt. Newton, Mendel, Darwin, Wallace, Maxwell, Hertz. All diese waren Grundlagenforscher. Zu ihren Lebzeiten erkannten sie nicht die Bedeutung ihrer Erkenntnisse aber die Generationen danach setzte sie in Produkte um. Wer am Sinn der Grundlagenforschung zweifelt, hat eigentlich nichts verstanden.

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Janosh Gnisleh

Re:

Der LHC und auch der Beschleuniger am Fermilab wurden nicht gebaut um "ein" einzelnes Teilchen nachzuweisen! Ganz im Gegenteil, eigentlich versucht man in der Wissenschaft eher seine Theorien zu widerlegen... Bisherige Beschleuniger haben sehr Erfolgreich dazu beigetragen das Standardmodell der Physik (eigentlich nichts anderes als die Quantentheorie) aufzubauen. Jetzt aber mal zum Nutzen: Ohne die Ergebnisse aus den Beschleunigern der Vergangenheit, wären wir mit unserer Computertechnik schon längst am Ende. Materialforschung, Beschichtungen, Nanotechnologie, etc, etc .... Vieles davon wäre heute eher Utopie oder befände sich zumindest auf einem deutlich niedrigerem Niveau.
Und ja, auch philosophische Fragen werden aufgeworfen, wie z.B. woher kommen wir, wie kann es uns überhaupt geben (Stichwort Symmetriebrechung) usw.. Es ist selten vorhersehbar, welchen Nutzen Forschung haben wird, Fakt ist aber, daß wirtschaftlicher Erfolg mit den Ausgaben für Forschung zusammenhängt.

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Stephan Link
Stephan Link (kthesun) - 10.03.2012 14:20 Uhr

Wozu das ganze? - Gute Frage

"Was bringt der Nachweis?" war ehrlich gesagt auch meine größte Frage beim Lesen des Artikels. Als dann klar wurde, dass es "nur" den Nachweis für eine schon als ohnehin richtig angenommenes Modell bringt war ich ein bisschen enttäuscht.
Aber genau so funktioniert Wissenschaft nunmal, und wir sind seit jeher bestens damit gefahren...
Ich denke die Menschheitsgeschichte ist voll von Forschungsergebnissen und Entdeckungen, die die Öffentlichkeit zunächst als nutzlos empfunden hat, die sich dann aber Jahre, Jahrzehnte oder Jahrhunderte später als Grundlage für beeindruckende Erfindungen erwiesen haben.

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Jahrgang 1962, Redakteur im Ressort „Natur und Wissenschaft“.

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