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Alternativer Nobelpreis Kampf gegen Klimawandel, Armut, Kriege ausgezeichnet

Die Alternativen Nobelpreise 2009 sind für Leistungen beim Klimaschutz, bei der Bekämpfung von armutsbedingter Krankheit und für Bemühungen um eine atomwaffenfreie Welt vergeben worden. Die Preise sollen ein „Weckruf“ sein, „unsere gemeinsame Zukunft zu sichern“.

© dpa Vergrößern Der kanadische Zoologe und Fernsehmoderator David Suzuki

Die Alternativen Nobelpreise werden in diesem Jahr für Leistungen beim Klimaschutz, bei der Bekämpfung von armutsbedingter Krankheit sowie für Bemühungen um eine atomwaffenfreie Welt vergeben. Den nicht dotierten Ehrenpreis erhielt am Dienstag der kanadische Zoologe und Fernsehmoderator David Suzuki für mehr als 20 Jahre Aufklärungsarbeit über die Gefahren des Klimawandels. Der 73 Jahre alte Suzuki leitet das in Kanada populäre Wissenschaftsmagazin „The Nature of Things“ („Die Natur der Dinge“). Die Stockholmer Stiftung „Right Livelihood Award“ („Preis für richtige Lebensführung“) hob seinen Einsatz „für die soziale Verantwortung der Wissenschaft“ heraus.

Die Alternativen Nobelpreise gehen auf eine Stiftung des deutsch-schwedischen Publizisten und Philatelisten Jakob von Uexküll im Jahr 1980 zurück. Sie verstehen sich auch als Kritik an den traditionellen Nobelpreisen, die ganz überwiegend an Preisträger aus der westlichen Welt gehen.

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„Einsatz unter Lebensgefahr“

Bei der 30. Vergabe der Alternativen Nobelpreise gingen zwei mit je 50.000 Euro dotierte Preise für Leistungen beim Klimaschutz und gegen Krankheit durch Armut nach Afrika. Der Biologe René Ngongo (geboren 1961) wurde für seinen Einsatz zur Bewahrung des Regenwaldes im Kongo ausgezeichnet. Stiftungs-Direktor Ole von Uexküll sagte über die Vergabe: „Dies ist ein Mann, der unter unglaublicher Gefahr für sein Leben für den zweitwichtigsten Regenwald der Welt kämpft.“ Ngongo habe auch in den schlimmsten Kriegswirren in seinem Land genau dokumentiert, wer für Zerstörungen verantwortlich sei.

Alternative Nobelpreise ngongo © dpa Vergrößern Der Biologe René Ngongo

Einen weiteren Preis erhielt die in Australien geborene Ärztin Catherine Hamlin. Die 85 Jahre alte Gynäkologin behandelt in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba seit fünfzig Jahren Frauen, die an Geburtsfisteln leiden, und entwickelte dafür neue Operationstechniken. Damit habe Hamlin „die Gesundheit, Hoffnung und Würde von Tausenden ärmster afrikanischer Frauen wiederhergestellt“, hieß es in der Begründung. Geburtsfisteln entstehen bei sehr langen Wehen und führen zu Inkontinenz und damit zu gesellschaftlicher Ausgrenzung.

Der neuseeländische Pädagoge Alyn Ware (geboren 1961) wird für seinen Einsatz für eine von Atomwaffen freie Welt ausgezeichnet. Ware hat über 25 Jahre in seiner Heimat und im Rahmen der Vereinten Nationen Erziehungsprogramme und Kampagnen zur nuklearen Abrüstung entwickelt. „Wir hoffen, dass sich auf diesem Gebiet mit der Politik des amerikanischen Präsidenten Barack Obama neue Fenster öffnen“, sagte Ole von Uexküll. Insgesamt seien die Preise ein „Weckruf, unsere gemeinsame Zukunft zu sichern“.

Quelle: FAZ.NET mit dpa

 
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