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Neandertaler-Studie Körpermasse ließ kaum Hirnkapazität für Soziales

 ·  Neue Theorie zum Aussterben der Neandertaler: Das Gehirn dieser Urmenschen war stark mit der Kontrolle der wuchtigen Körper beschäftigt. Damit blieb dem Denkorgan weniger Kapazität für höhere Prozesse wie etwa soziale Intelligenz.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (32)
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Leonhard Schmidt

Bei der Überschrift hatte ich

... zunächst vermutet es handele sich um einen politischen Beitrag über Rainer Brüderle. Obwohl.... ?!

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Bernd H. Rust
Bernd H. Rust (xbhr) - 14.03.2013 11:15 Uhr

un ich sach noch, paß auf Siggi...

ok, nicht sehr sachlich, aber schön... oder

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Klaus Letis

Angelsächsischer Wissenschaftsjournalismus

Kann man vergessen.
Die arbeiten nach dem Motto: "Hurra, ich bin im Fernsehen!"
Reine Aufmerksamkeitsstörung.
Was hier der Doktortitel ist, ist bei denen einen Zeitungsmeldung

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Stefan Margraf
Stefan Margraf (leotanu) - 13.03.2013 23:56 Uhr

Wieso ausgestorben?

Gerade habe ich einen in der Zulassungsstelle gesehen. Er schrieb irgendetwas in sein I-Phone, hatte aber Probleme wegen seiner dicken Finger. Möglicherweise eine neue Theorie über Neandertaler in seinen Facebook Account...

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Jürgen Vogel
Jürgen Vogel (pascht) - 13.03.2013 20:45 Uhr

So ein Unfug!

"Den Neandertalern könnten ihre wuchtigen Körper zum Verhängnis geworden sein: Britsche Forscher vermuten, dass das Gehirn der Urmenschen besonders stark darauf ausgelegt war, besser sehen zu können und den massigen Körper zu kontrollieren."

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Frank Gerlach

So Findet Man Es Wirklich Raus

Suchen Sie nach "Is It Possible To Clone A Neanderthal?"

Mit einem lebenden Neanderthaler könnten diese Spekulationen geprüft werden. Offenbar sind die technischen Schwierigkeiten aber noch enorm.
Ethische Schwierigkeiten sehe ich nicht wirklich, wenn Ärzte inzwischen Frauen dabei helfen Acht Kinder gleichzeitig auszutragen.
Ein gesunder Neanderthaler wird sicher auch nicht mehr Schwierigkeiten im Leben als mancher Behinderter haben.
Vielleicht findet man dabei heraus, dass die gesammelten Vermutungen blanker Unsinn sind und der Neu-Neandertaler geistig völlig mit uns mithalten kann. Das halte ich für genauso wahrscheinlich wie die Richtigkeit der gesamten Vermutungen. Mehr ist es ja nicht.

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Fritz Garbor

Die größere Masse der Zuzöglinge und deren latente neidische Feindschaft gegenüber

Größergewachsenen kann den wenigen Neandertalergruppen im Norden den Garaus gemacht haben.
Wer in kleinen Gruppen wohnt, ist auch eher naiv und fremdenfreundlich als eine bereits eng sozial verbundene Gruppe mit engen Verbundkulten, die immer nach außen feindlich auftritt: wir göttlich Auserwählten!
Wer da nicht sehr schnell eine effektive Kriegerkultur der Abwehr entwickelt, geht hopps - und das waren wohl die eher kontaktlos zueinander lebenden (also eher nicht allzu kriegerischen) Neandertaler, die evt. fast nur im Wild ihren Gegner sahen, weil genug Land für alle Menschen da war.
Die Neuen sahen das aber anders, denn sie waren wegen Hungerzeiten (Land ohne Tiere) aus dem Süden gekommen u. brauchten als große Gruppe den asozialen Egoismus als Waffe.

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Fritz Garbor

Im Norden war mehr Platz, deshalb nur kleinere Stämme. Gehirmasse brauche ich

weniger für das komplexere Soziale großer Gruppen , sondern eher für kreative handwerkliche Tätigkeiten und die Hand- Vorstellung- Bildidee- Koordination, also die Abbildung von Phänomenen und das Merken dieser Bilder oder inneren Gemälde, also für das Gesellschaftliche.
Das komplexe Soziale kennen auch große Tierherden und ist zum teil angeboren, also wenig komplex.
Das Verkehren miteinander jenseits der eigenen Gruppe und jenseits der eignen Sprache: da wird es doch erst komplex!
wenn ich also über das Soziale hinaus !!! lerne! Wo ich über Vorstellungen verkehre!
.
Das immer im eigentlichen enge Soziale der Familie selbst ist eher anspruchslos.
.
Verlasse ich die Hütte und gehe positiv auf ganz Fremde zu, wird es anspruchsvoll, will ich symbolisch kommunizieren.
Da waren die Neandertaler evt. im Rückstand oder alternativ allzu gut, also naiv gegenüber dem fremden Nichtneandertaler, der evt. schneller tötete, alle Fremden noch als Feind sah. Diese Fragen bleiben also offen,oder?

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Mark Möschl
Mark Möschl (Cimpoler) - 13.03.2013 17:16 Uhr

seufz

Was soll sich wohl ein adipöser Mensch denken wenn er die Überschrift hier liest ?
Ansonsten .. das soll Wissenschaft sein ?

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Hartmut Jacques

Theorien aus GB

Es ist wie Weihnachten. Alle Jahre wieder kommt mindestens eine "neue Theorie" über das Aussterben des Neanderthalers aus den englischen Universitäten. Eine so dumm wie die andere. Im vorigen Jahr wurden noch die besseren, weil leichteren Waffen ausgemacht. Nun ist es die Körpermasse.
Es geht lediglich darum, irgendetwas zu veröffentlchen und sei es noch so abwegig. Nur so kann man das Ranking halten.
Ein gefährliches Terrain. Man könnte auch die Anzahl der Veröffentlichungen zum Anlass einer Intelligenzbeurteilung nehmen und dabei - welch grauenhafte Vorstellung - den Inhalt dieser Pamphlete zum Maßstab nehmen.
Warum die Neanderthaler ausgestorben sind, werden wir wohl nie definitiv erfahren. Vermutlich waren daran aber die Einwanderer schuld. Die haben nicht nur sich selbst mitgebracht, sondern auch so aller Bakterien und Viren, denen der Eiszeitmensch Neanderthaler nicht gewachsen war.

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Erik Staack
Erik Staack (E_Staack) - 13.03.2013 15:51 Uhr

Anspruch an die Qualität eines Zeitungsartikels nicht in den Himmel heben

Ich fand die Einsicht in die Idee des Autors spannend, und die dahinterstehende Aussage, dass der Mensch sich erst durch soziales mitfühlendes Verhalten zu einem höreren denkenden Wesen entwickelt hat möchte ich auch noch unterstreichen.
.
Aber das mit der größe des Gehirnes von verglichenen Neanderthalern und Homosapiens zu belegen ist doch eine gewagte These. Insbesondere wenn man bedenkt, wie unscharf alleine Theorien zum Lernen beim heutigen Homosapiens sind.
.
Zum Vergleich: Edelmann :Lernpsychologie 6. Vollständig überarbeitete Ausgabe (2000) Seite 115 Zitat:"Allerdings scheinen die häufig kontroversen Aussagen der Kognitionspsychologie nicht weniger spekulativ als die der Philosophen."

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Karl Wilhelm Goebel

Gehirn zu Körpermasse - ein feine Korrelation!

Wurde jemals ein wissenschaftlich tragfähiger Vergleich zwischen Phillip Rösler und Helmut Kohl angestellt?
Auf jeden Falls gilt, dass Immanuel Kant mit seinen weniger als 1,5 m und noch dazu sehr schlanken Körperhöhe nicht zur Gruppe der Neandertaler zählen konnte. Ach so: Er war ja auch, nicht in Düsseldorf oder Köln, also nicht in der rheinischen Frohprovinz, sondern in Ostpreußen geboren, verfügte zum Leidwesen dieser Wissenschaft gleichwohl nicht über besondere, sondern höchst eigenwillige soziale Fähigkeiten...

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patrick hermsdorf

Babies an die Macht!


Die Größe des Gehirns in Relation zur Körpermasse beschreibt also das theoretische Maß an sozialer Intelligenz.

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Klaus Demota

Wie bei einem Manager...

...der hauptsächlich im Fitnessstudio herumlungert!

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Marie Louise

das kann man sich gut vorstellen

mit sinkenden Temperaturen klaute wegen fehlendem Mitgefühl immer der stärkere dem schwächeren das Fell und am Ende besaß der Stärkste zwar alle Felle aber niemanden mehr, um sich zu vermehren. Wenigstens kann man davon ausgehen, dass dem Letzten wohlig warm war, als er an Altersschwäche starb.

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Franz Nagel
Franz Nagel (FN57) - 13.03.2013 14:03 Uhr

Oder: Theoriemasse läßt kaum Hirnkapazität für Reales

Die Schädelvermesser gibt es also auch noch. Sogar diese Spezialisierungsvariante des Homo academicus hat in ihrer entlegenen sozioökonomischen Nische überlebt. Meinetwegen, solange sie es dabei belassen, uns unterhaltsame Ursprungsmythen zu erzählen, die vielleicht einmal im Literaturschatz der Menschheit ihren Platz finden werden, wer weiß...

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Ronald Schlimm
Ronald Schlimm (ronslim) - 13.03.2013 13:13 Uhr

so..so.., die geringe soziale Intelligenz..

war Schuld am Aussterben des Neandertalers...
Für unsere heutige Gesellschaft erscheint mir der überhöhte Stellenwert der Sozialdebatten das größere Risiko zu sein.

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Günter Busse

Die Neandertaler sind zwar ausgestorben,

aber nur dieser "reinrassige" Zweig der Menschheit. Die Neandertaler haben sich zu ihren
Lebzeiten doch schon mit anderen Zweigen der damaligen Menschheit vermischt und so ihre
Gene weitergegeben, bis zu den heutigen Menschen. Ab und zu, wenn auch relativ selten,
sieht man auch heute noch Menschen, bei deren Aussehen man sofort an die Neandertaler
denkt. Jedenfalls, ab und zu arbeitet in meiner Stamm-Bäckerei eine sehr große Frau (Entschuldigung, Frau K.), die eindeutige körperliche Merkmale aufweist. Übrigens ist sie sehr nett und hat durchaus heutige Umgangsformen und Sozialkompetenz.

Die Sozialleben der Neandertaler war sicher nicht so kompliziert und mit so viel
Denk-Arbeit verbunden wie das heutige, da brauchten sie natürlich auch nicht so viel Gehirn-
Kapazität dazu wie die Menschen heute. Das impliziert aber auf keinen Fall, das sie bei Notwendigkeit nicht hätten dazulernen können. Sie hätten vermutlich heute sogar als
Wissenschaftler arbeiten können.


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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.03.2013 18:00 Uhr
Frank Gerlach

Aha

Und das kann ihr geschulter Blick sehen und das ist dann ein wissenschaftlicher Beweis ?

Es soll auch "Experten" geben die Aufgrund der Schädelform die Qualifikation von Stellen-Bewerbern einschätzen können. Andere wiederum finden mittels eines Stöckchens Wasseradern. Alles dasselbe hohe Wissenschaftliche Niveau !

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Dieter Drabiniok
Dieter Drabiniok (Didra) - 13.03.2013 12:23 Uhr

Wenn der Schluss tatsächlich zulässig ist,

dass die Größe der Augen Auswirkungen auf die Hirnmasse hat und dies mit sozialer Intelligenz korrespondiert, dann könnten durch noch größere Flachbildschirme die Augen noch kleiner werden. Die soziale Intelligenz müsste ja dann steigen.

Sind in den Laboren wandgroße Monitore montiert?

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Gerhart Manteuffel
Gerhart Manteuffel (cem_m) - 13.03.2013 11:43 Uhr

Das widerspricht aber anderen Studien, nach denen Neandertaler sogar als begabter eingestuft wurden

Diese englischen Theorien scheinen sehr gewagt. Wenn man allein von der Hirngrösse auf die Intelligenz schliesst, dann wäre jeder Mensch einem Elefanten unterlegen. Es kommt eben auf die Struktur und Komplexität des Gehirns an - und da dieses nicht erhalten ist, kann man es auch nicht beschreiben. Früher war auch die Theorie, dass grössere Hirne bei Menschen automatisch mehr Intelligenz als bei Menschen mit kleineren Hirnen bedeutet. Alles Quatsch. Es kommt auf die Anzahl der Windungen an, auf die Gestalung, den Aufbau. Archälogische Funde lassen eher darauf schliessen, dass Neandertaler ungefähr gleich entwickelt waren - sie waren aber eher Einzelgänger, als der Homo Sapiens. Auch ist wahrscheinlich, dass sich die Menschentypen frühzeitig vermischt haben. Genetisch ist erwiesen, dass Europäer und Asiaten das Neandertaler Gen in sich tragen - Afrikaner nicht. Eine Vermischung wird also auf dem euratischen Kontinent passiert sein. Den Neandertaler als dumm darzustellen, ist überholt.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.03.2013 12:10 Uhr
franz  feldmann

Die Diskussion um den "Physiologischen Schwachsinn der Frau"

, die im vorletzten Jahrhundert geführt wurde, nahm gerade daraus ihr Hauptargument: man maß das Hirnvolumen und schloss daraus, dass Frauen, da sie ein geringeres Volumen haben, intellektuell mieser darstünden. Dies ERgebnis kam der damaligen Gesellschaftsstimmung natürlich entgegen.
Die Frage hier ist, wo besagte englische Forscher hier heute der gesellschaftlichen Situation entgegen kommen, um...(was zu erreichen).

Der Schluss ist, wie Sie sagen- Herr Manteuffel, in jeder Weise unwissenschaftlich.

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13.03.2013, 00:02 Uhr

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