28.09.2005 · Eine moderne, einheitliche und öffentliche Datenbank für alle Tiernamen fordern Wissenschaftler der „Internationalen Kommission für Zoologische Nomenklatur“.
Eine moderne, einheitliche und öffentliche Datenbank für alle Tiernamen fordern Wissenschaftler der „Internationalen Kommission für Zoologische Nomenklatur“.
Andrew Polaszek, der Geschäftsführer der Kommission, führt die Gründe in der Zeitschrift „Nature“ (Bd. 437, S. 477) aus. Jedes Jahr werden 15.000 bis 20.000 neue Tierarten entdeckt. Die neuen Namen und Tierbeschreibungen verschwinden in einer Vielzahl von wissenschaftlichen Veröffentlichungen. Alleine in der Insektenkunde gibt es mehr als 1000 Fachzeitschriften, in denen die Forscher Informationen zur zoologischen Systematik finden können. Hinzu kommen mehr als 1,5 Millionen bereits beschriebene Tierarten, die ihre Benennung größtenteils nach dem 1758 von dem schwedischen Wissenschaftler Carl von Linné eingeführten System erhalten haben.
Bis 2008 soll die „ZooBank“ stehen
Das Ziel der Forscher ist es, im Jahr 2008 - zum 250. Geburtstag der von Linné vorgeschlagenen Systematik - die moderne Datenbank mit der Bezeichnung „ZooBank“ eingerichtet zu haben. In ihr werden alle alten und neuen Tierarten nach einer verbindlich festgeschriebenen Norm mit ihrem wissenschaftlichen Namen erfaßt. Bereits bestehende Systeme sollen eingebunden werden. Alle Informationen zur Systematik wären dann rund um den Globus für alle Interessierten zugänglich.