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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Tierschutz Zuchtziel: Hornlos glückliche Kühe

 ·  Die meisten Kälber werden ohne Betäubung enthornt, um sie den Ställen anzupassen. Jetzt nehmen zwei Bundesländer von der umstrittenen Maßnahme Abstand.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (9)

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Ronny Schaffer

Wenn wir nicht alles essen und haben müssten

müssten wir die Probleme nicht lösen, die wir selbst schaffen und sind. Man muss sicher kein Vegetarier sein, aber der Zwang, täglich Fleisch essen zu müssen, entbehrt jeder Natürlichkeit. Unser perverses Verhältnis zu Tieren (einerseits die Verniedlichungszüchtung als Accesoire, Emotionalisierung von Tieren wie Knut etc. andererseits unsere Egalhaltung, wenn Hühner Körper an Körper "gehalten" werden und mittenmang verrecken) spiegelt mal wieder unsere fehlende Verantwortung als höchst entwickeltes Wesen wider.
Der nächste Schritt wäre, gar keine Kühe mehr zu halten, sondern Fleischgewebe in Silos zu züchten, das wäre aber vielen dann doch zu unnatürlich. Lieber essen sie Fleisch von Tieren, deren reizarmes, maschinenartiges Leben dazu genutzt wurde, schnellstmöglich und mit viel chemischem Support Biomasse zu produzieren. Zwangsläufig muss die Qualität des "gehetzten" Fleisches abnehmen, von der fragwürdigen Futterproduktion (Soja aus Regenwaldgebieten) ganz zu schweigen.

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Erik Staack
Erik Staack (E_Staack) - 03.06.2012 21:54 Uhr

Hoffentlich achten die Züchter auf die Biodiversität

Schon Jetzt sind die Größten Bestände an Rindern nur wenigen Rassen zuzuordnen. Für die Stabilität gegen Seuchen und änderungen der Umweltbedingungen sind sonst nurnoch Gentechnische Methoden als letzter Anker vorhanden. Es währe töricht wegen dem Tierschutz die Artenvielfalt und damit das Überleben einer Tierart aufs spiel zu setzen. Insbesondere weil es sich um eins der Frühesten Haustiere der Menschheit handelt.
.
@ Frau Moon
Auch wenn sie es vermutlich nicht verstehen, jeder Mensch Tickt anders. Ich werde weiter Fleisch essen und Milch trinken. Und vor allem keine Kinder an Proteinunterversorgung Sterben lassen weil sie Veganisch ernährt wurden. Ja einen solchen Fall gab es schon und daher bin ich skeptisch wenn jemand alle anderen von seinen Überzeugungen zu bekehren versucht.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.06.2012 11:21 Uhr
Arne Münch
Arne Münch (arne_) - 04.06.2012 11:21 Uhr

@ Erik Staack

Natürlich stirbt man irgendwann, wenn man sich nur von Kartoffelchips und Toastbrot mit Margarine ernährt. Wie viele Todesfälle es aber schon gab aufgrund von Fettleibigkeit und anderen Zivilisationskrankheiten bei extensiven Fleischkonsum lässt sich sicher nicht mehr abzählen.
Klar muss jeder für sich die Entscheidung treffen, was er für richtig hält, aber das Vorurteil vegane Ernährung sei entweder zu kompliziert oder mangelhaft, ist einfach nicht wahr. Es gibt mittlerweile etliche Quellen und Forschungen, die die positiven gesundheitlichen Aspekte hervorheben und im Gegenzug den Konsum von Milch stark kritisch sehen.
Für mich selbst war es, als ich mich vor einem Jahr zum ersten mal mit dem Thema auseinander gesetzt habe, auch völlig unlogisch, warum die Säuglingsmilch einer anderen Spezies für den Menschen lebensnotwendige Nahrung sein soll. In den USA z.B. scheint man von diesem Glauben mittlerweile auch schon etwas mehr abgerückt zu sein.

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Arne Münch
Arne Münch (arne_) - 03.06.2012 17:36 Uhr

Industrielle Nutztierhaltung kann nie tierlieb sein

Solange die Menschen ihren immensen Milchkonsum von allein in Deutschland jährlich mehr als 11.000.000.000 Liter (inklusive verarbeiteter Produkte) nicht drastisch senken, wird sich auch durch solche Maßnahmen an der Tierquälerei nichts ändern. Es bleiben Kühe und Mütter, welchen die Kälber nach der Geburt entrissen werden. Drei von den vier Kindern ihres durch Überzüchtung extrem verkürzten Lebens werden nach der Geburt zu Kalbsfleisch geschlachtet, weil sie für die Milchproduktion nutzloses Nebenprodukt sind. Eines nimmt statistisch gesehen ihren Platz ein.
Die Überzüchtung zu Hochleistungskühen mit "Milchleistungen" von 7000 l pro Jahr (vor 60 Jahren gab eine Kuh gerade einmal 700 l) führt zu schweren Stoffwechselerkrankungen. Die Kühe sind so über-züchtet, dass sie ohne Hochleistungsfutter auf einer natürlichen Weide gar nicht mehr überleben würden.

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Rudolf Tille

Kühe sind auch nur (wie) Menschen

Je enger man sie zusammenpfercht, umso mehr stossen sie sich!
Dabei ist es doch schon im Artikel ersichtlich: "In den modernen Laufställen können sich die Tiere aber nicht so weit aus dem Weg gehen, wie es nötig wäre, um nicht doch den einen oder anderen Stoß abzukriegen."
Also: gebt ihnen doch den nötigen Platz und wir brauchen uns nicht mehr um vegane o.ä. Lösungen den Kopf zu zerbrechen.
Ist doch alles ganz einfach & natürlich!

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Alex Zunker
Alex Zunker (zunker) - 02.06.2012 11:45 Uhr

Luxusprobleme.

Das Bohren beim Zahnarzt ist auch nicht ohne und wir lassen es über uns ergehen, auch ohne Narkose.

Mal schauen, wie lange wir noch durchhalten, wenn wir ständig um solchen Blödsinn Luxusprobleme kümmern, die Wirtschaft infolgedessen aber immer ineffizienter wird. Wir sorgen uns um das Klima von 2050, aber die heutigen Menschen sind uns scheißegal...

Ich hoffe, die aktuelle Krise holt die Gesellschaft in die Realität zurück und der grün-dekandente Spuk ist dann vorbei.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.06.2012 15:19 Uhr
Arne Münch
Arne Münch (arne_) - 03.06.2012 15:19 Uhr

???

Wie Sie ihre freie Entscheidung, sich beim Zahnarzt um ihre Zähne zu kümmern, mit der Zwangsmaßnahme der Enthornung, damit man sich in dunklen engen Ställen nicht gegenseitig aufspießt, vergleichen können, kann mir leider nicht einleuchten.

Ihre Einstellung von fühlenden und schmerzempfindenden Lebewesen um jeden Preis "wirtschaftliche Effizienz" einzufordern zu dürfen, selbst wenn diese völlig ihrer Natur entfremdet werden und massiv leiden, halte ich für grausam und unmenschlich. Nehmen Sie es mir nicht übel.

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Wolfgang Salewski

grün-dekandente Spuk?

Weder Spuk , noch Luxusproblem. Es geht darum, hochentwickelten Geschöpfen dieser Welt unnötige Qualen zu ersparen. Dafür lohnt es sich, unseren Luxus etwas einzuschränken.

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Dounia Moon

Was nicht passend ist,

... wird passend gemacht. Unglaublich, was für eine abstossende Barbarei. Wann hört die Tierquälerei vor allen Dingen hier vor unserer Haustür, wo wir Einfluss haben könnten, endlich auf.

Es wird mir immer unverständlicher, wie ich so lange Fleisch essen konnte und wieso in einer so informierten Gesellschaft solche Praktiken immer noch möglich sind oder besser: Warum es immer noch vergleichsweise wenige Vegetarier/Veganer gibt.

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