01.06.2012 · Die meisten Kälber werden ohne Betäubung enthornt, um sie den Ställen anzupassen. Jetzt nehmen zwei Bundesländer von der umstrittenen Maßnahme Abstand.
Von Inge BrinkmannRichtlinien für Lesermeinungen
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Wenn wir nicht alles essen und haben müssten
müssten wir die Probleme nicht lösen, die wir selbst schaffen
und sind. Man muss sicher kein Vegetarier sein, aber der Zwang,
täglich Fleisch essen zu müssen, entbehrt jeder
Natürlichkeit. Unser perverses Verhältnis zu Tieren
(einerseits die Verniedlichungszüchtung als Accesoire,
Emotionalisierung von Tieren wie Knut etc. andererseits unsere
Egalhaltung, wenn Hühner Körper an Körper
"gehalten" werden und mittenmang verrecken) spiegelt mal
wieder unsere fehlende Verantwortung als höchst entwickeltes Wesen
wider.
Der nächste Schritt wäre, gar keine Kühe mehr zu halten,
sondern Fleischgewebe in Silos zu züchten, das wäre aber
vielen dann doch zu unnatürlich. Lieber essen sie Fleisch von
Tieren, deren reizarmes, maschinenartiges Leben dazu genutzt wurde,
schnellstmöglich und mit viel chemischem Support Biomasse zu
produzieren. Zwangsläufig muss die Qualität des
"gehetzten" Fleisches abnehmen, von der fragwürdigen
Futterproduktion (Soja aus Regenwaldgebieten) ganz zu schweigen.
Hoffentlich achten die Züchter auf die Biodiversität
Schon Jetzt sind die Größten Bestände an Rindern nur
wenigen Rassen zuzuordnen. Für die Stabilität gegen Seuchen
und änderungen der Umweltbedingungen sind sonst nurnoch
Gentechnische Methoden als letzter Anker vorhanden. Es währe
töricht wegen dem Tierschutz die Artenvielfalt und damit das
Überleben einer Tierart aufs spiel zu setzen. Insbesondere weil es
sich um eins der Frühesten Haustiere der Menschheit handelt.
.
@ Frau Moon
Auch wenn sie es vermutlich nicht verstehen, jeder Mensch Tickt anders.
Ich werde weiter Fleisch essen und Milch trinken. Und vor allem keine
Kinder an Proteinunterversorgung Sterben lassen weil sie Veganisch
ernährt wurden. Ja einen solchen Fall gab es schon und daher bin
ich skeptisch wenn jemand alle anderen von seinen Überzeugungen zu
bekehren versucht.
@ Erik Staack
Natürlich stirbt man irgendwann, wenn man sich nur von
Kartoffelchips und Toastbrot mit Margarine ernährt. Wie viele
Todesfälle es aber schon gab aufgrund von Fettleibigkeit und
anderen Zivilisationskrankheiten bei extensiven Fleischkonsum lässt
sich sicher nicht mehr abzählen.
Klar muss jeder für sich die Entscheidung treffen, was er für
richtig hält, aber das Vorurteil vegane Ernährung sei entweder
zu kompliziert oder mangelhaft, ist einfach nicht wahr. Es gibt
mittlerweile etliche Quellen und Forschungen, die die positiven
gesundheitlichen Aspekte hervorheben und im Gegenzug den Konsum von
Milch stark kritisch sehen.
Für mich selbst war es, als ich mich vor einem Jahr zum ersten mal
mit dem Thema auseinander gesetzt habe, auch völlig unlogisch,
warum die Säuglingsmilch einer anderen Spezies für den
Menschen lebensnotwendige Nahrung sein soll. In den USA z.B. scheint man
von diesem Glauben mittlerweile auch schon etwas mehr abgerückt zu sein.
Industrielle Nutztierhaltung kann nie tierlieb sein
Solange die Menschen ihren immensen Milchkonsum von allein in
Deutschland jährlich mehr als 11.000.000.000 Liter (inklusive
verarbeiteter Produkte) nicht drastisch senken, wird sich auch durch
solche Maßnahmen an der Tierquälerei nichts ändern. Es
bleiben Kühe und Mütter, welchen die Kälber nach der
Geburt entrissen werden. Drei von den vier Kindern ihres durch
Überzüchtung extrem verkürzten Lebens werden nach der
Geburt zu Kalbsfleisch geschlachtet, weil sie für die
Milchproduktion nutzloses Nebenprodukt sind. Eines nimmt statistisch
gesehen ihren Platz ein.
Die Überzüchtung zu Hochleistungskühen mit
"Milchleistungen" von 7000 l pro Jahr (vor 60 Jahren gab eine
Kuh gerade einmal 700 l) führt zu schweren
Stoffwechselerkrankungen. Die Kühe sind so über-züchtet,
dass sie ohne Hochleistungsfutter auf einer natürlichen Weide gar
nicht mehr überleben würden.
Kühe sind auch nur (wie) Menschen
Je enger man sie zusammenpfercht, umso mehr stossen sie sich!
Dabei ist es doch schon im Artikel ersichtlich: "In den modernen
Laufställen können sich die Tiere aber nicht so weit aus dem
Weg gehen, wie es nötig wäre, um nicht doch den einen oder
anderen Stoß abzukriegen."
Also: gebt ihnen doch den nötigen Platz und wir brauchen uns nicht
mehr um vegane o.ä. Lösungen den Kopf zu zerbrechen.
Ist doch alles ganz einfach & natürlich!
Das Bohren beim Zahnarzt ist auch nicht ohne und wir lassen es über
uns ergehen, auch ohne Narkose.
Mal schauen, wie lange wir noch durchhalten, wenn wir ständig um
solchen Blödsinn Luxusprobleme kümmern, die Wirtschaft
infolgedessen aber immer ineffizienter wird. Wir sorgen uns um das Klima
von 2050, aber die heutigen Menschen sind uns scheißegal...
Ich hoffe, die aktuelle Krise holt die Gesellschaft in die Realität
zurück und der grün-dekandente Spuk ist dann vorbei.
???
Wie Sie ihre freie Entscheidung, sich beim Zahnarzt um ihre Zähne
zu kümmern, mit der Zwangsmaßnahme der Enthornung, damit man
sich in dunklen engen Ställen nicht gegenseitig aufspießt,
vergleichen können, kann mir leider nicht einleuchten.
Ihre Einstellung von fühlenden und schmerzempfindenden Lebewesen um
jeden Preis "wirtschaftliche Effizienz" einzufordern zu
dürfen, selbst wenn diese völlig ihrer Natur entfremdet werden
und massiv leiden, halte ich für grausam und unmenschlich. Nehmen
Sie es mir nicht übel.
grün-dekandente Spuk?
Weder Spuk , noch Luxusproblem. Es geht darum, hochentwickelten Geschöpfen dieser Welt unnötige Qualen zu ersparen. Dafür lohnt es sich, unseren Luxus etwas einzuschränken.
... wird passend gemacht. Unglaublich, was für eine abstossende
Barbarei. Wann hört die Tierquälerei vor allen Dingen hier vor
unserer Haustür, wo wir Einfluss haben könnten, endlich auf.
Es wird mir immer unverständlicher, wie ich so lange Fleisch essen
konnte und wieso in einer so informierten Gesellschaft solche Praktiken
immer noch möglich sind oder besser: Warum es immer noch
vergleichsweise wenige Vegetarier/Veganer gibt.