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Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Nutztierhaltung Brauchen wir einen neuen Betreuungsschlüssel?

 ·  Eine Fernsehreportage zeigte, dass Arbeiter in großen Mastställen oft überfordert sind - und Nutztieren Leid zufügen. Die Forschung hat diese Interaktion bisher vernachlässigt. Ist die Tierzahl pro Betreuungsperson vielleicht generell zu hoch?

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Jens-Uwe Seidel

lästige Sachgegenstände

*Reinhard Martin
Ihr Begriff "Gutmenschentum" ist lediglich ein bequemes Totschlagargument.
Es geht darum vernünftig mit Tieren umzugehen. Um ein allgemeines Missverständniss auszuräumen: Tiere sind keine Gegenstände (§ 90a BGB).

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Birgit Jutzas
Birgit Jutzas (jutzas) - 15.09.2011 21:24 Uhr

Sachkunde sagt schon alles

Es sollte doch besser Tierkunde oder wenigstens Fachkunde heißen. Solange Tiere als Sache behandelt werden können, wird es zu diesen Auswüchsen kommen. Das war schon immer so und wird wohl leider auch so bleiben (jedenfalls seit ich denken kann). Der Mensch ist leider eines der grausamsten Wesen auf diesem Planeten, was sich ja auch im Umgang von Mensch zu Mensch zeigt. Und wir sind sehr gut im Verdrängen und Vergessen. Eben noch empört über die schrecklichen Bilder der Massentierhaltung und dann im Supermarkt doch wieder das günstige Schweinefilet....

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Jochen Beck
Jochen Beck (Izildur) - 15.09.2011 17:39 Uhr

@ Schmitz

Sehr geehrter Herr Schmitz.
Ich habe wenig Verständnis für Ihre Ansicht, daß es keinen Unterschied machen soll wie ein Tier lebt, nur weil es mit dem Ziel geschlachtet zu werden gehalten wird. Für das Tier macht es sicherlich einen gewaltigen Unterschied, ob es die Zeit zwischen Geburt und Schlachtung tagein-tagaus dem Stress und der Qual der Massentierhaltung ausgesetzt ist oder ob ihm ein habwegs erträgliches Leben (Auslauf, Platz, Ruhe, Nahrung die nicht nur aus Industrieabfällen besteht) gewährt wird. Für mich als Biologen gibt es kaum einen Zweifel daran, daß alle unsere Nutztiere (Schweine, Rinder, Ziegen auf jeden Fall, Hühner wahrscheinlich) ein ausreichend entwickeltes Gehirn haben um leidensfähig zu sein.
Ein Gedankenspiel: Nehmen wir an Sie seien zum Tode verurteilt und hätten noch ein Jahr zu leben. Macht es da für Sie keinen Unterschied, ob Sie ein Jahr lang gefoltert werden oder stattdessen noch ein erträgliches Lebensjahr haben, auch wenn am Ende trotzdem die Hinrichtung wartet, also das Ergebnis dasselbe ist?
Eben
Insofern finde ich, dass jeder Fleischesser, dem das Wohl unserer Nutztiere am Herzen liegt, seinem "Futter" wenigstens ein zumutbares Leben schenken sollte - auch wenn es ein bisschen mehr kostet!
Danke

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Robert Schmitz

Letztendlich dreht sich alles um den Preis

Gerade im Budget-Segment ist es dem Endverbraucher doch egal, woher sein Fleisch kommt. Wenn er die Wahl hat zwischen günstiger Massenware und teurem Bio bzw. artgerechter Haltung ist doch klar wohin der Griff geht. Wer es sich nicht leisten kann, dem ist es relativ egal, wieviele Knochenbrüche und Verendungen es bei den Tieren gab.
Abgesehen davon bin ich sowieso der Ansicht, dass der Begriff "artgerechte Haltung" eines Tieres, welches mit dem Ziel produziert wird, getötet zu werden, etwas zynisch ist. Das Ergebnis ist eh das Gleiche: Das Tier ist tot und auf dem Teller.
Wenn überhaupt hat artgerechte Haltung etwas mit der Qualität des Produkts zu tun und nichts mit Tierliebe. Nur Vegetarier können von sich behaupten ein Tierfreund zu sein (in Bezug auf Schlachttiere). Alles andere dient doch nur zur Befriedigung des eigenen Gewissens. Oder wer denkt schon an das arme Tier, wie es wohl gelebt hat, wenns auf dem Teller liegt! (Ich nicht)

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perry hagedorn

das liebe Vieh

die Generationen nach uns werden es nicht begreifen wie wir mit unseren Mtgeschöfpe umgegangen sind. Folter ist hier das richtige Wort.
Sie haben kein Recht mehr auf Leben sondern sie sind nur noch Ware.
Wann wachen wir endlich auf und begreifen das wir gerade für die schwächeren Verantwortung übernehmen müssen. Ein Außerirdischer auch wenn wir uns so toll und einzigartig als Mensch empfinden wird uns vielleicht nicht mal von einen Huhn unterscheiden können. Sie doch 99% unserer Chromosome die selben.

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Stephan Mörs

Das Leben achten

Ich glaube für die kommenden Generationen wird nichts wichtiger sein, als das Leben neu zu entdecken. Ich rede hier nicht von Hippiegehabe und Ökogetue, nein ich meine schlicht und einfach, dass bei Heranwachsenden das Interesse am Leben -klein wie groß- geweckt werden muss. Einmal wegkommen vom PC- und Internetwahn hin zum Garten und die Überlegung, wie man Artenvielfalt auf kleinem Raum erzeugen kann. Nur wenn das Verständnis für das Lebendige -und dem was es dafür braucht- wieder gefördert wird, kann uns ein Umdenken gelingen, dass nichts mit dem so gern verspotteten Ökoterrorismus (nicht meine Ansicht) zutun hat, sondern auf bloßem Humanismus basiert, der sich als Teil einer natürlichen Umwelt versteht.

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Reinhard Martin

Hier geht es doch in Wahrheit um den Versuch generell das Nahrungsmittelangebot

zu verteuern. Die ökologistischen Ideologen versuchen seit langem, speziell, den Fleischkonsum zu verteufeln! Da ist ihnen jedes Mittel! Da, wie man sieht, dies speziell in Deutschland die größten Blüten sprießen lässt, werden vor allem deutsche Hersteller bei diesen Gutmenschenthemen madig gemacht und kontrolliert!
Deshalb kommen heute die Käfigeier aus dem Ausland und das Fleisch wohl demnächst, wie auch der Strom heute schon, auch!
Es ist kein Volk so fleißig beim Vernichten der eigenen wirtschaftlichen Grundlagen wie die Deutschen!

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Jahrgang 1978, Redakteurin im Ressort „Natur und Wissenschaft“

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