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Mittwoch in „Natur und Wissenschaft“ : Die Gemälde der Lebensvielfalt

Die Seite N2 von diesem Mittwoch. Bild: F.A.Z.

Die Abstammung der Arten war Darwins großes Thema. Doch erst mit der massenhaften Digitalisierung molekularer Daten kommen Details und Ordnung ins System - und eine besondere Ästhetik. Wir präsentieren auf einer Themenseite die neuen Stammbäume der Vögel und Raubtiere.

          Auszug aus den beiden Artikeln:

          Joachim  Müller-Jung

          Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.

          „... Der Biologe von der Yale-Universität symbolisiert in seinem Werdegang, wie tiefgreifend der informatikgetriebene Wandel in der Biologie ist. Während die frühen Naturforscher à la Linné und Humboldt einzelne Arten erfassten und beschrieben, setzen die Biodiversitätsforscher von heute die vielen zehntausend einzelnen Puzzleteile am Rechner zu einem Gemälde der Lebensvielfalt zusammen. Nicht mehr nur um bestimmte Spezies geht es, sondern um das große Ganze.
             

          In der Zeitschrift „Nature“ hat Jetz Ende 2012 mit Kollegen aus Australien, Kanada und Großbritannien mit dem Entwurf eines vollständigen Stammbaums der Vögel für Furore gesorgt  (doi:10.1038/nature11631). Die Arbeit, deren Ergebnisse in Form eines ästhetisch ansprechenden, kugeligen Gebildes präsentiert wurden, erhebt den Anspruch, alle heute vorkommenden Vögel in Zeit und Raum miteinander und mit ihren frühen Vorfahren zu verbinden. „Das erlaubt es, eine ganze Latte von Fragen zur Evolution von ökologischen, physiologischen und anderen Merkmalen repräsentativer und quantitativer anzugehen“, sagt Jetz. ...“

          Die Super-Ahnentafel der Fleischfresser

          „... Ende der neunziger Jahre versuchte ein deutscher Forscher mit der Konstruktion eines sogenannten „Superstammbaums“ der Raubtiere für systematische Ordnung und klare Abstammungsverhältnisse zu sorgen. Olaf Bininda-Emonds von der Universität Oldenburg hat verschiedene kleinere Stammbäume innerhalb der Ordnung analysiert und zusammengefasst. Die einzelnen evolutionären Stammbäume nutzen dabei unterschiedliche Datensätze, in der Vergangenheit allerdings fast ausschließlich morphologische Beschreibungen, wie sie seit den ersten Tagen der Systematik und Taxonomie üblich sind.

          Inzwischen hat Bininda-Emonds zusammen mit Katrin Nyakatura in der Zeitschrift „BMC Biology“ einen erweiterten Superstammbaum der Raubtiere präsentiert. Er macht deutlich, was mit den bio- und informationstechnischen Fortschritten in der Gen- und Genomforschung mittlerweile an Verwandtschaftsanalysen möglich ist. Davon sollen am Ende nicht nur die Grundlagenforscher profitieren, sondern auch der Naturschutz und die Biodiversitätsforschung...“

          Die vollständigen Artikel sind in der Mittwochbeilage „Natur und Wissenschaft“ der F.A.Z. zu lesen.

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          Ansprechpartner:  wissenschaft@faz.de

          Die Seite N1 von diesem Mittwoch.
          Die Seite N1 von diesem Mittwoch. : Bild: F.A.Z.

          Quelle: F.A.Z.

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