Home
http://www.faz.net/-gwz-75x9m
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Mittwoch in „Natur und Wissenschaft“ Die Gemälde der Lebensvielfalt

Die Abstammung der Arten war Darwins großes Thema. Doch erst mit der massenhaften Digitalisierung molekularer Daten kommen Details und Ordnung ins System - und eine besondere Ästhetik. Wir präsentieren auf einer Themenseite die neuen Stammbäume der Vögel und Raubtiere.

© F.A.Z. Vergrößern Die Seite N2 von diesem Mittwoch.

Auszug aus den beiden Artikeln:

Joachim  Müller-Jung Folgen:

„... Der Biologe von der Yale-Universität symbolisiert in seinem Werdegang, wie tiefgreifend der informatikgetriebene Wandel in der Biologie ist. Während die frühen Naturforscher à la Linné und Humboldt einzelne Arten erfassten und beschrieben, setzen die Biodiversitätsforscher von heute die vielen zehntausend einzelnen Puzzleteile am Rechner zu einem Gemälde der Lebensvielfalt zusammen. Nicht mehr nur um bestimmte Spezies geht es, sondern um das große Ganze.
   

In der Zeitschrift „Nature“ hat Jetz Ende 2012 mit Kollegen aus Australien, Kanada und Großbritannien mit dem Entwurf eines vollständigen Stammbaums der Vögel für Furore gesorgt  (doi:10.1038/nature11631). Die Arbeit, deren Ergebnisse in Form eines ästhetisch ansprechenden, kugeligen Gebildes präsentiert wurden, erhebt den Anspruch, alle heute vorkommenden Vögel in Zeit und Raum miteinander und mit ihren frühen Vorfahren zu verbinden. „Das erlaubt es, eine ganze Latte von Fragen zur Evolution von ökologischen, physiologischen und anderen Merkmalen repräsentativer und quantitativer anzugehen“, sagt Jetz. ...“

Die Super-Ahnentafel der Fleischfresser

„... Ende der neunziger Jahre versuchte ein deutscher Forscher mit der Konstruktion eines sogenannten „Superstammbaums“ der Raubtiere für systematische Ordnung und klare Abstammungsverhältnisse zu sorgen. Olaf Bininda-Emonds von der Universität Oldenburg hat verschiedene kleinere Stammbäume innerhalb der Ordnung analysiert und zusammengefasst. Die einzelnen evolutionären Stammbäume nutzen dabei unterschiedliche Datensätze, in der Vergangenheit allerdings fast ausschließlich morphologische Beschreibungen, wie sie seit den ersten Tagen der Systematik und Taxonomie üblich sind.

Inzwischen hat Bininda-Emonds zusammen mit Katrin Nyakatura in der Zeitschrift „BMC Biology“ einen erweiterten Superstammbaum der Raubtiere präsentiert. Er macht deutlich, was mit den bio- und informationstechnischen Fortschritten in der Gen- und Genomforschung mittlerweile an Verwandtschaftsanalysen möglich ist. Davon sollen am Ende nicht nur die Grundlagenforscher profitieren, sondern auch der Naturschutz und die Biodiversitätsforschung...“

Die vollständigen Artikel sind in der Mittwochbeilage „Natur und Wissenschaft“ der F.A.Z. zu lesen.

Sie können die F.A.Z. hier auch als E-Paper herunterladen.

Ansprechpartner:  wissenschaft@faz.de

NuW, N1 vom 23.01.2013 © F.A.Z. Vergrößern Die Seite N1 von diesem Mittwoch.

Quelle: F.A.Z.

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Heute in der Zeitung Nepal im Tomographen

Exoplaneten, Nepalbeben, Wolkenhimmel, Raucherleiden, Teilchenphysik, Kunststoffblumen - und noch mehr Themen aus dem Forschungs- und Medizinbetrieb in unserer Mittwochsbeilage Natur und Wissenschaft. Mehr

21.05.2015, 10:41 Uhr | Wissen
Sonderausstellung 200 Jahre Frankfurter Städel

Es ist eines der bedeutendsten Kunstmuseen Deutschlands. Das Städel-Museum in Frankfurt am Main versammelt fast 3000 Gemälde vom Mittelalter bis in die Gegenwart und das seit genau 200 Jahren. Zur Feier dieses runden Jubiläum präsentiert das Museum nun eine Sonderausstellung Mehr

10.03.2015, 18:18 Uhr | Feuilleton
Heute in der Zeitung Fontänen aus der Erde

Die Gründe, warum Geysire ausbrechen, und die Haustierwerdung des Hundes, die verräterische Kraft des Händedrucks und die große Frage, ob es Leben im All gibt - diese und weitere Themen finden sich heute in unserer Mittwochsbeilage Natur und Wissenschaft. Mehr

27.05.2015, 06:00 Uhr | Wissen
Äthiopien Schwarzmähnenlöwe vom Aussterben bedroht

Der Löwe gilt in Äthiopien als nationales Symbol. Besonders stolz sind die Menschen in dem ostafrikanischen Land auf die Raubtiere mit schwarzer Mähne. Doch die Zahl der Tiere sinkt dramatisch. In einem Wildpark außerhalb der Hauptstadt Addis Abeba versuchen Tierschützer, den Bestand zu retten. Mehr

13.05.2015, 18:29 Uhr | Gesellschaft
Neue Frühmenschen-Art Lucys wilder Nachbar

Wie viele Menschenvorfahren gibt es wohl? Kiefernfunde aus Äthiopien sollen belegen: Die Vielfalt war größer als lange angenommen. Doch die Zweifel bleiben. Mehr Von Joachim Müller-Jung

29.05.2015, 14:05 Uhr | Wissen
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 22.01.2013, 14:00 Uhr