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Marine Census Neptuns Fußvolk

24.04.2010 ·  Der „Census of Marine Life“ schreitet fort und auch der Gattungen werden immer mehr: Bei den Mikroorganismen übertrafen die Funde die Erwartungen um gut das Hundertfache.

Von Joachim Müller-Jung
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Man stelle sich eine lebende, glibbrige Masse mit dem Gewicht von 35 ausgewachsenen Elefanten vor. Das ist etwa die Ansammlung von Mikroorganismen in den Meeren, die statistisch gesehen auf jeden einzelnen Menschen kommt. Eine unvorstellbare Zahl an Organismen und eine nahezu unüberschaubare Lebensvielfalt.

Hunderte Forscher, die in den vergangenen Jahren im Zuge des internationalen Projektes "Census of Marine Life" die Mikroben an mehr als 1200 Stellen weltweit erkundeten, haben jetzt einen Blick in diese Welt der Winzlinge gewährt. Dabei wurden im Reiche Neptuns gut hundertmal so viele Gattungen identifiziert, wie man bis dahin für möglich gehalten hat.

Unter den rund 18 Millionen Individuen, die genetisch sequenziert und hundert Stämmen zugeteilt wurden, zählen die von einem Strontiumsulfatkristall geschützten Acantharia-Amöben (erstes Bild) zu den ansehnlichsten Vertretern. Auch Chlamydophrys (zweites Bild), das wie hier oft Cluster bildet, ist eine Amöbe. Zu den ältesten Organismen der Welt zählt man Lyngbya (dreittes Bild). Bacteriastrum (viertes Bild) schwebt als Planktonpartikel in den Küstengewässern des Nordatlantiks.

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