12.12.2007 · Hamster verstehen sich darauf, rasch einen stattlichen Vorrat an Futter in ihren Backentaschen unterzubringen. Doch wie schaffen das die kleinen Nager eigentlich? Forscher haben das Hamstern nun im Detail beobachtet.
Wie es Hamster schaffen, in ihrer Mundhöhle große Futtermengen zu verstauen, ist nun wissenschaftlich genau durchleuchtet worden. Forscher um Carolyn Buckley von der Lehigh University in Bethlehem (Pennsylvania) haben dazu Beobachtungen an dem als Haustier beliebten Syrischen Goldhamster (Mesocricetus auratus) angestellt. Von gewöhnlichen Kaubewegungen unterscheidet sich der Bewegungsablauf beim Hamstern vor allem durch die regelmäßigen Pausen, in denen die Körner von der Zunge in die Backentaschen befördert werden („Journal of Experimental Biology“, Bd. 210, S. 3096).
Der Hamster hat es eilig
Nur bei sperriger Kost nehmen die Tiere auch ihre Pfoten zu Hilfe. Der große Rückziehmuskel der Backentaschen tritt dagegen auf jeden Fall in Aktion. Anders als bislang angenommen, strafft er nicht bloß die Hauttaschen, sondern schiebt auch jeden Happen so weit wie möglich nach hinten und schafft dadurch Platz für die nächste Portion. Das ermöglicht es dem Hamster, rasch Futtermengen einzusacken, die bis zu 20 Prozent seines Körpergewichts ausmachen. In freier Natur ist Eile geboten, denn dort lauern Füchse, Greifvögel und andere Gefahren.