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Erfolg bei Artenschutzkonferenz Sägefisch und Flussaal auf Liste bedrohter Tierarten aufgenommen

11.06.2007 ·  Die Delegierten der internationalen Artenschutzkonferenz in Den Haag haben den Handel mit Sägefischen praktisch vollständig verboten. Alle sieben Arten wurden in den Katalog der gefährdeten Tiere aufgenommen. Auch der Flussaal hat es in letzter Minute geschafft.

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Der wegen seiner schmackhaften Flossen vor allem von chinesischen Gourmets geschätzte Sägefisch ist in die Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten aufgenommen worden. Die Konferenz zum Washingtoner Artenschutzabkommen CITES nahm bei ihrer Jahrestagung in Den Haag einen entsprechenden Antrag Australiens an.

Demnach ist der kommerzielle Handel der sieben Arten des Sägefischs in Zukunft fast völlig untersagt. Nur eine einzige Art darf noch zu Zwecken der Arterhaltung für öffentliche Aquarien gefangen werden. Auch ein Antrag Deutschlands, den Handel mit Europäischem Aal künftig streng zu kontrollieren, wurde mit großer Mehrheit angenommen.

Bis zu sieben Meter lang

Der einem Hai ähnelnde Sägefisch wird bis zu sieben Meter lang und fällt besonders durch seine an eine Säge erinnernde Schnauze mit bis zu 36 Zähnen auf. Die Sägen sind in Asien begehrte Sammelobjekte, Galle und Leber werden in China zur Herstellung traditioneller Medizin verwendet. Der Antrag wurde unter anderem von China, Katar und Indonesien abgelehnt.

Der World Wildlife Fund (WWF) begrüßte die Entscheidung. „Sägefische sind inzwischen aus den Gewässern von der US-Ostküste bis nach Südostasien verschwunden“, erklärte WWF-Experte Volker Homes. „Schade ist nur, dass mit dem Schutz erst ernst gemacht wird, wenn die Fische kurz vor dem Aussterben stehen“, sagte Homes mit Blick auf am Freitag gescheiterte Schutzanträge für Dorn- und Heringshai.

In letzter Minute

Positiv bewertete die Organisation auch die Entscheidung zum Europäischen Flussaal. Diese komme in letzter Minute, sagte WWF-Expertin Jutta Jahrl. In einigen Gegenden seien die Aalbestände seit 1980 „um unvorstellbare 99 Prozent geschrumpft“. In Deutschland wird der Aal seit 1998 auf der Roten Liste als „gefährdet“ geführt. Bedroht wird er nicht nur durch Überfischung und illegalen Handel, sondern auch durch Wasserverschmutzung oder Wasserbaumaßnahmen.

Auf der CITES-Konferenz debattieren noch bis zum 15. Juni rund 2500 Delegierte der „Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora“ aus 171 Staaten darüber, welche bedrohten Arten künftig international gehandelt werden dürfen. Im Schwerpunkt befasst sich die Konferenz mit Haien, Tigern, Elefanten, Korallen, dem Europäischen Flussaal und Tropenholz.

Quelle: FAZ.NET mit Material von AFP
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