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Mittwoch in „Natur und Wissenschaft“ : Hoffnung und Wille sind die besten Ärzte

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Bild: F.A.Z.

Zum Weltkrebstag wurde von Teilen der Medizin Katastrophenstimmung verbreitet. Ist die Lage so schlimm? Unser Redakteur Joachim Müller-Jung und Mitarbeiterin Hildegard Kaulen gingen der Frage auf einer Ärzteveranstaltung und in Lungenkrebsstudien nach.

          Auszüge aus beiden Artikeln:

          „...Der Hörsaal war übervoll. Auch ein zweiter Raum im Deutschen Krebsforschungszentrum, in dem die Vorträge übertragen wurden, füllte sich. Es war der Tag, an dem nicht die Katastrophe in den Köpfen war, sondern der Begriff Herausforderung. Die demographische Herausforderung zum Beispiel. Krebs kommt in jedem Alter vor, aber es ist in der Masse eine Alterskrankheit - und das Lebensalter ist in drei Generationen um vierzehn Jahre für Frauen und dreizehn für Männer gestiegen. Vorbeugen und verträglichere, wirksamere Therapien also sind die Ziele. Karen Steindorf vom Deutschen Krebsforschungszentrum gab aus den Erfahrungen mit Brustkrebspatientinnen den Ratschlag mit: Es ist nie zu spät, sich zu schützen und zu kämpfen. Ihr Thema ist Bewegung. Das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken ist neueren Studien zufolge selbst dann noch um ein Drittel niedriger, wenn die Frauen erst nach den Wechseljahren mit regelmäßigem Sport beginnen. ...“

          „...Wer zwischen dem 25. und 34. Lebensjahr mit dem Rauchen aufhört, gewinnt zehn Jahre an Lebenserwartung hinzu. Die Überlebenskurven dieser Gruppe sind nahezu identisch mit den Überlebenskurven der lebenslangen Nichtraucher. Wer zwischen dem 35. und 44. Lebensjahr dem Tabak abschwört, erhält neun zusätzliche Jahre. Wer zwischen dem 45. und 54. Lebensjahr aussteigt, darf sich über sechs weitere Jahre an Lebenserwartung freuen, und wer sich zwischen dem 55. und 64. Lebensjahr für das Aufhören entscheidet, gewinnt immerhin noch vier Jahre an Lebenserwartung hinzu. Es ist also nie zu spät, mit dem Rauchen Schluss zu machen.

          Bild: F.A.Z.

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          Quelle: F.A.Z.

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