23.12.2004 · Vielleicht gibt es ja doch Titaner? Wenn ja, und wenn die Bewohner des Saturnmondes die Forschungssonde Huygens finden, dann können sie darin auch ein Stück irdische Rockmusik finden.
In der europäischen Raumsonde „Huygens“ steckt im wahrsten Sinn des Wortes Musik drin. Mit an Bord sind nämlich auch vier Popsongs, die die Musiker Julien Civange und Louis Haéri im Auftrag der Europäischen Raumfahrtbehörde (Esa) für das Projekt „Music2Titan“ komponierten.
Die Musik steht inzwischen auch auf der Web-Site www.music2titan zur Verfügung. „Unsere Musik ist wie ein blinder Passagier“, sagt Civange. „Damit kann sich jeder mit einer solchen Reise identifizieren.“
Jeder Song stehe für einen Teil des Unternehmens „Cassini-Huygens“, erklärt Civange. Das Rockstück „Lalala“ stehe für die Phase am Boden, die Vorbereitungen, den Bau der Sonde, „Bald James Dean“ für die Trennung von „Huygens“ von „Cassini“. „Hot Time“ ist dann eher experimentell und bezieht sich auf die Forschungen auf Titan. „No Love“ schließlich beschäftigt sich mit Fragen zum möglichen Aufbruch der Menschen zu den Sternen.