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Krebsforschung Rasterfahndung nach Leukämiegenen

14.11.2008 ·  Die genetischen Ursachen myeloischer Lekämie sind größtenteils unbekannt. Um ihnen auf die Spur zu kommen, haben Forscher nun das komplette Genom einer Patientin anhand gesunder Hautzellen und Leukämiezellen sequenziert.

Von Reinhard Wandtner
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Um herauszufinden, wie sich Krebszellen und normale Körperzellen unterscheiden, haben Forscher der Washington University in St. Louis das komplette Genom einer Patientin sequenziert. Dies ist mit den modernen Techniken in kurzer Zeit und bei überschaubaren Kosten möglich.

Die Frau war an Akuter Myeloischer Leukämie erkrankt und daran gestorben. Die Behandlung dieser vor allem im höheren Alter auftretenden Form von Blutkrebs ist schwierig, weil die genetischen Ursachen größtenteils unbekannt sind. Die Forscher um Timothy Ley und Elaine Mardis entschlossen sich daher, sowohl die Leukämiezellen als auch gesunde Hautzellen der Patientin zu sequenzieren.

Wie sie in der Zeitschrift "Nature" (Bd. 456, S. 66) berichten, fanden sich in den Leukämiezellen zehn Gene mit auffälligen Mutationen. Nur zwei dieser Veränderungen hatte man schon früher nachgewiesen und mit dem Fortschreiten der Krankheit in Verbindung gebracht. Die Funktion der acht anderen Mutationen ist noch unbekannt. Die Forscher hoffen, durch derartige Untersuchungen die Therapie verbessern zu können.

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