09.03.2011 · Das Knüpfen vieler verschiedener Knoten gehörte einst zum Alltag. Fast 4000 Knoten sind bekannt. Heute knotet kaum noch jemand. Und das ist eigentlich schade.
Von Robert GastRichtlinien für Lesermeinungen
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... etwas so herrlich unpolitisches, untechnisches und unmodernes wie Knoten zum Thema zu machen. Eine Wohltat. Bitte öfter ...
Eine negative Kritik muss ich aber leider dennoch anbringen. :-)
Meines Wissens und auch der lange geübten Praxis nach, ist der obere, angeblich englische Palstek der richtige und somit auch in Deutschland genutzte. Denn das Seilende nach innen zu knoten ist eigentlich falsch und gefährlich, kann sich der Knoten doch, bei mechanischer Beansprucnung, leichter lösen. Oder kurz, ich kenne keinen Segler der den unteren benutzt. Mich selbst eingeschlossen.
Die darf man bei Thema Knoten nun wirklich nicht außen vor lassen!
Eine Knotenfibel lag immer bei mir im Angelkasten.
Auch die müssen heutztage noch Knoten beherrschen, um ein Vorfach zu binden, einen Haken zu befestigen oder zwei Schnüre zu verknüpfen. Und wenn man einen Haken richtig bindet, dann reißt die Schnur in der Regel eben nicht da, wo sie am meisten gekrümmt ist.
Gleiches gilt, wenn man die richtigen Schlaufen legt beim Verbinden zweier Schnüre, das kann man so machen, dass diese auch nicht an der Verbindungsstelle reißen. Mit Angelsehne kann man ohne weiteres nachvollziehbare Dehnversuche machen und siehe da, der richtig ausgeführte Knoten bleibt heil wenn die Schnur reißt (ich hätte dem Knoten zuvor das mit der Krümmung erklären müssen, so ist das etwas hinterhältig :-)).
Aber wieso der Forscher ausgerechnet Spagetti für seinen Versuch nimmt, erschließt sich mir nicht. Als Wissenschaftler müsste er auf Reproduzierbarkeit achten und kein Nudelproduzent achtet darauf, dass alle Nudeln bei der gleichen Belastung reißen. Von daher ist der Versuch vollkommene Kinderei und noch nicht mal lustig.
... und ihre vielseitigen Einsatzmöglichkeiten, der die Krawattenknoten nicht erwähnt. Ts Ts Ts Ts! ;-)