18.04.2012 · In der Debatte um das Betreuungsgeld wurden viele Beteiligte um ihre Meinung gebeten - nur die Kinder nicht. Das haben finnische Wissenschaftlerinnen jetzt übernommen.
Von Christina HucklenbroichRichtlinien für Lesermeinungen
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Ist das Spielen der Kleinen nicht aussagekräftig?
„und eine selbstgebaute Hütte, in der offenbar ein Familienleben stattfindet - mit Babypuppen, die bei der Geburt wahlweise schon zwei, drei oder vier Jahre alt sind.“ Zeigt sich hier nicht das Empfinden der Kinder in ihrer damaligen Situation: das Gefühl abgeschoben und noch unerwünscht zu sein und auf Familienleben hoffend?
Christina Hucklenbroichs Glosse spricht einen Punkt an, der in der
Debatte um Kindererziehung, -betreuung, Betreuungsgeld,... oftmals viel
zu kurz kommt: Erzieherinnen und Erzieher, welche Tag für Tag ihr
Bestes geben, damit unser Land eine Zukunft hat.
Die Leistung des pädagogischen Personals wird angesichts der
Probleme, mit denen diese zu kämpfen haben, leider viel zu wenig gewürdigt.
Beispiel: Inakzeptable Gruppengrößen von bis zu 25 Kindern
unterschiedlichen Alters bei maximal 3 Erzieherinnen, wovon .sehr. oft
eine Person wegen Urlaub oder Krankheit ausfällt, oder manchmal
zumindest zeitweise gar nur noch eine Person zugegen sein kann.
Dann schreien zwei, eine weint, einer hat in die Hose gemacht, wieder
ein anderer drangsaliert andere Kinder...
Stillsitzen? - Das war gestern!
Lärmpegel, was ist das?
Wichtigste Berufsqualifikation und natürliche Voraussetzung
für eine/-n Erzieher/-in sollten in Zukunft mindestens 6 Augen, 6
Hände und 6 Beine sein.
Die Welt aus Kinderaugen: Müde ...
In einem Punkt trifft die Glosse in Schwarze. Wir leben in Deutschland
in der wohl wohlhabendsten Zeit, die dieses Land jemals gesehen hat.
Aber trotz all diesem materiellem Reichtum sind viele Menschen nur noch
gehetzt, gestresst und müde vom Leben. Irgendwas machen wir wohl
falsch!
Gibt es hier auch einen Zusammenhang mit dem Betreuungsgeld?
Soweit ich weiß soll das Betreuungsgeld an Eltern von Kindern
unter 3 Jahren ausgezahlt werden, glauben Sie, dass Kinder von 5 bis 7
da eine relevante Erhebungsgruppe sind? Mal abgesehen davon, wenn ich
mein Kind frage, ob es lieber Gemüse und Milch zum Essen haben
möchte oder doch lieber Schokolade, Kekse und Saft, raten Sie mal
was es antwortet?
Selbst als Erwachsene habe ich nichts gegen 24/7 Aufmerksamkeit und
Bespaßung von meinen Liebsten. Dumm nur, dass das nur
funktioniert, wenn ich absolut egozentrisch und selbstsüchtig bin.
Da ist es schon nicht schlecht, wenn man innerhalb des günstigsten
Zeitfensters zum Erwerb dieser Fähigkeiten, genug soziale Kompetenz
und Umgang mit Frustrationen gelernt hat, oder?
Darf man fragen
Frau Menz, wo Sie diese Fähigkeiten erworben haben? Familie oder KiTa? Sie schreiben das so selbstverständlich als sei der Folgeschluß zwingend, ist er aber nicht.
Christina Hucklenbroich Jahrgang 1978, Redakteurin im Ressort „Natur und Wissenschaft“
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