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Forschungsbetrug Fälschungsskandale in Südkorea und Amerika

15.03.2008 ·  Alterungsprozess anhalten und Arzneien gezielter in lebende Zellen einschleusen: In Südkorea ist drei Jahre nach dem Fälschungsskandal um den Klonforscher Hwang Woo-suk ein neuer Betrugsfall aufgedeckt worden.

Von Manfred Lindinger
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Drei Jahre nach dem Fälschungsskandal um den südkoreanischen Klonforscher Hwang Woo-suk ist nun ein neuer Betrugsfall in Südkorea aufgedeckt worden. Danach waren die Daten in zwei Veröffentlichungen – erschienen 2005 in der Zeitschrift „Science“ (Bd. 309, S. 121) und 2006 in der Zeitschrift „Nature Chemical Biology“ (Bd. 2, S. 369) – offenkundig gefälscht worden.

Die Autoren um Jaejoon Won und Tae Kook Kim vom Forschungsinstitut Kaist in Daejeon hatten in „Science“ über ein neues Verfahren berichtet, mit dem es möglich sei, dank magnetischer Nanopartikeln die Wechselwirkung zwischen Wirkstoffen und Zellmolekülen so zu beeinflussen, dass man Arzneien gezielter in lebende Zellen einschleusen könne.

Student entlarvt Fälschungen

In „Nature Chemical Biology“ berichteten die Forscher, dass man mit dem Verfahren ein Molekül aufgespürt habe, mit dessen Hilfe der Alterungsprozess in Körperzellen angehalten und zurückgesetzt werden könne. Die Ergebnisse seien nicht länger haltbar und hätten wahrscheinlich keinerlei wissenschaftlichen Wert, teilte Lee Gyun Min, Dekan der Fakultät für Biowissenschaften und Vorsitzender des Ausschusses, der den Fall derzeit untersucht, den beiden Zeitschriften mit.

Die Fälschungen waren aufgeflogen, als ein Student versucht hatte, die Ergebnisse von Won und Kim zu wiederholen. Auch in den Vereinigten Staaten erregt derzeit eine umstrittene Veröffentlichung aus dem Jahre 2001 die Gemüter. Doch hätten die Autoren, darunter die Nobelpreisträgerin Linda Buck, ihre Arbeit in der Zeitschrift „Nature“ (Bd. 414, S. 173) bereits zurückgezogen, nachdem sie auf Widersprüche in den Daten gestoßen waren.

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Jahrgang 1962, Redakteur im Ressort „Natur und Wissenschaft“.

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