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Dermatologie Schützende Bräune für Hellhäutige

19.07.2004 ·  Schneller braun werden, es länger bleiben und dadurch vor gefährlicher UV-Strahlung geschützt sein - diesen Traum vieler Sonnenanbeter könnte ein aus einem Hormon gewonnener Stoff wahr werden lassen.

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Amerikanische Wissenschaftler haben eine Substanz gefunden, die das Braunwerden beschleunigt: Der Melanotan-1 genannte Stoff wurde aus einem Hormon entwickelt, das die Pigmentierung der Haut steuert. Dank dieser Substanz könnten sich Menschen mit empfindlicher Haut besser vor Sonnenbrand und seinen Folgen schützen, berichten Wissenschaftler um Robert Dorr von der Universität Arizona in Tucson in der Fachzeitschrift „The Archives of Dermatology“ (Bd. 140, S. 827).

Bei ihrer Studie testeten die Forscher die Wirkung der Substanz an drei Gruppen von Probanden über einen Zeitraum von zehn Tagen bis vier Wochen. Von besonderem Interesse war für sie, welche Effekte Melanotan bei Bestrahlung mit UV- und Sonnenlicht verursacht.

Die erste Gruppe bekam zehn Tage lang eine geringe Dosis der Substanz, während eine zweite Gruppe die doppelte Dosis erhielt. Die dritte Gruppe bekam die größere Menge vier Wochen lang verabreicht. Die Dermatologen setzten Gesäß, Rücken und Nacken der Probanden entweder geringer Menge künstlicher UV-B-Strahlung oder kurzzeitig dem Sonnenlicht aus.

Bräune hält länger als gewöhnlich

Die Probanden der ersten Gruppe zeigten nur halb so viele Anzeichen von Sonnenbrand wie eine Kontrollgruppe, die nur ein Placebo erhalten hatte, berichten die Forscher. Bei den Versuchen mit der doppelten Dosis bemerkten die Wissenschaftler eine deutlich stärkere Bräunung der Haut. Die Probanden der letzten Testreihe, die am längsten das Melanotan eingenommen hatten, benötigten nur noch die Hälfte der Zeit, um so braun zu werden wie eine Kontrollgruppe. Auch hielt ihre Bräune mehr als drei Wochen länger an als gewöhnlich.

Menschen mit sehr heller Haut könnte Melanotan-1 helfen, eine schützende Bräune zu entwickeln, vermuten die Wissenschaftler. Bei ihnen ist der Pigmentanteil in der Haut zu gering, um vor intensiver Sonneneinstrahlung zu schützen. Die Strahlen dringen daher beinahe ungehindert in das Gewebe ein und erhöhen damit die Wahrscheinlichkeit für Hautkrebs.

Quelle: FAZ.NET mit Material von ddp
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