26.03.2008 · Beim therapeutischen Klonen gibt es Fortschritte. Erstmals haben Forscher mit diesem Verfahren ein Hirnleiden erfolgreich behandelt - vorerst allerdings nur bei Mäusen. Sie gelten als Modell für die Parkinsonkrankheit.
Das „therapeutische Klonen“ zur Herstellung maßgeschneiderter Stammzellen ist bei Experimenten mit Mäusen offenbar erstmals erfolgreich zur Behandlung schwerer Hirnschäden genutzt worden. Das berichten amerikanische Forscher in der Zeitschrift „Nature Medicine“ (doi:10.1038/nm1732).
Sie verwendeten Tiere, bei denen ein großer Anteil der Dopamin produzierenden Nervenzellen im Mittelhirn zerstört wurde. Die Mäuse gelten als Modell für die Parkinsonkrankheit. Aus ihren Hautzellen hatte die Gruppe um Lorenz Studer vom Memorial Sloan Kettering Cancer Center in New York die Zellkerne entnommen und in Eizellen transplantiert.
Alle sechs zeigten „signifikante Verbesserungen“
Aus den so erzeugten Blastocysten wurden 187 Linien embryonaler Stammzellen gewonnen – mindestens eine „körpereigene“ Stamzelllinie pro Maus. Aus diesen hat man in der Petrischale Dopamin produzierende Neuronen hergestellt. Sechs kranken Tieren wurden jeweils mindestens zwanzigtausend der „eigenen“ dopaminergen Neuronen transplantiert.
Alle sechs zeigten in den folgenden Verhaltenstests angeblich „signifikante Verbesserungen“. Während die neuen Neurone bei genetisch unpassenden Tieren von Immunzellen zerstört wurden, überlebten „körpereigene“ Hirnzell-Transplantate bis zu elf Wochen.